Vor einigen Wochen ist ein neues Buch zu NS-Verbrechen in Schleswig-Holstein und der Region Südholstein im April 1945 erschienen.
Vor 75 Jahren marschierten Häftlinge durch Dörfer und Städte in unserer Region. Einer dieser Märsche, die wir heute als „Todesmärsche“ bezeichnen, begann auf Befehl der Hamburger Gestapo am 12. April 1945 im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel (genannt KolaFu), machte Station in Kaltenkirchen und verlief dann auf der B4 über Bad Bramstedt Richtung Kiel.

Das Buch „Mein Schicksal ist nur eines von Abertausenden“, herausgegeben von Dietlind Kautzky und Thomas Käpernick, stellt 9 Biografien von Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Todesmarsches vor. Das Buch ist im VSA-Verlag erschienen und kostet 20,00 Euro. Es kann auf der Gedenkstätte oder im Buchhandel erworben werden.

Sobald die Corona-Krise dies zulässt, werden Thomas Käpernick (wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen und Mitherausgeber des Buches) und Frauke Greuel (Mitglied der Arbeitsgruppe, die das Buchprojekt begleitet hat und Mitglied des Vorstands der Trägervereins der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen) das Buch im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung auf der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen vorstellen."

Hier weitere Informationen zum Buchprojekt und dem Umschlag

Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung

Geplant war eine öffentliche feierliche Gedenkstunde zum 75. Jahrestag der Befreiung der Gefangenen im KZ-Außenlager Springhirsch in Kaltenkirchen. Die Vorbereitungen waren in vollem Gange: 15 Zeitzeugen waren in den Ratssaal Kaltenkirchen eingeladen, um dort von Schülern des Gymnasiums Kaltenkirchen nach ihren Erinnerungen an die dunkle Zeit in Springhirsch befragt zu werden.

Dann kam Corona dazwischen und der Hans-Jürgen Kütbach und Dr. Gerhard Braas vom Vorstand der KZ-Gedenkstätte legten stellvertretend Blumen auf dem Erinnerungsfeld der Gedenkstätte nieder. Sie gedachten dabei der vielen Zwangsarbeiter aus den Lagern Springhirsch, Moorkaten und Heidkaten.

Am 5. Mai 1945 befreite die britische Armee die verbliebenen Gefangenen, nachdem zuvor bereits 576 KZ-Häftlinge aus Springhirsch von der SS per Bahn nach Mecklenburg gebracht wurden.

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5. Mai 1945 - Das Ende des Zweiten Weltkrieges und der NS-Herrschaft in Kaltenkirchen

Der 8. Mai ist insbesondere in diesem Jahr ein medial begleiteter Gedenktag als Symbol für das Ende von Krieg und NS-Herrschaft. Die bedingungslose Kapitulation der deutschen der Wehrmacht vor 75 Jahren bedeutete für Europa das offizielle Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung von der NS-Diktatur. In Norddeutschland schwiegen bereits am 5. Mai 1945 die Waffen. Dieses Datum ist in SchleswigHolstein und in der Gegend um Kaltenkirchen bislang weder im kommunalen Gedächtnis noch Bestandteil regionaler Erinnerungskultur.

Dr. Gerhard Braas hat in einem Artikel die Ereignisse der Tage und Wochen um den 5. Mai 1945 noch einmal zusammengestellt. Er berichtet vom 5. Mai, dem Tag des Kriegsendes in Kaltenkirchen, von den seit April andauernden Todesmärschen, von der Auflösung des KZ-Außenlagers Springhirsch und von den Greueltaten in der Gemeinde Kampen nur zwei Tage zuvor. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden Bewerbungsfrist und Auswahltermine verlängert:

Bewerbung bis: 24.5.2020

Auswahlgespräche zwischen 8. - 12. 6. 2020

Projektleitung gesucht:

für das Projekt "Erinnerung ins Land tragen! Modellprojekt für Multiplikator*innen an Gedenk- und Erinnerungsorten in Schleswig-Holstein". 

Für die Organisation und Durchführung dieses Projekts wird eine Projektleitung (m/w/d) in Teilzeit gesucht. Details zur Bewerbung finden Sie hier.

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Die bundesweite Aktion hat insbesondere für kleinere Einrichtungen eine wichtige politische und gesellschaftliche Bedeutung.

Die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen wird sich dadurch mit öffentlicher und medialer Wahrnehmung als Institution vorstellen und für ihre professionelle Bildungs- und Vermittlungsarbeit werben.

Eine demokratische Gedenk- und Erinnerungskultur muss immer wieder neu erkämpft und verteidigt werden. Der „Beleuchtungsflashmob“ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

 

 

 

 

 

Danke für Ihre Teilnahme am Quiz unserer KZ-Gedenkstätte auf dem Adventsmarkt der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenkirchen am 30.11.2019. Die Gewinner*innen der Buchpreise und eines Gutscheins für eine Führung über das Gelände werden direkt benachrichtigt. Die richtigen Antworten lauten:

 

 

1) Einer der folgenden Straßennamen in Kaltenkirchen steht NICHT in einer Beziehung zur KZ-Außenstelle in Springhirsch, bitte ankreuzen!

a) Hertha-Petersen-Str.   b) Else-Stapel-Str.   c) Richard-Tackx-Str. d) Magreta-Brandt-Str.

Antwort d) Magreta-Brandt-Str.



2) Die Gefangenen im KZ-Außenlager und Zwangsarbeiter*innen aus anderen Lagern waren gezwungen, am Ausbau des südlich vom Lager gelegenen Militärflugplatzes Kaltenkirchen zu arbeiten. Wie lautet die genaue Ortsbezeichnung des Flugplatzes? Bitte ankreuzen!

a) Heidmoor                 b) Heidkaten                c) Moorkaten              d) Holmmoor

Antwort c) Moorkaten



3) Die Baracken auf dem KZ-Gelände wurden nach dem 2. Weltkrieg nach und nach abgerissen. Die Stelle wurde aufgeforstet. Wodurch wird die Lage der Baracken heute sichtbar gemacht?

a) Das Waldstück wurde gerodet, so wie es 1945 gewesen ist.
b) Zwischen den Bäumen zeigt eine Installation aus Brettern die Grundrisse der Baracken.
c) Die Baracken wurden teilweise wiederaufgebaut.
d) Gar nicht. Die genaue Lage der Baracken konnte oder wollte niemand mehr erinnern.

Antwort b) Eine Installation aus Brettern.

 

4) Nennen Sie bitte eine weitere Gedenkstätte auf dem Gebiet des Landes Schleswig-Holstein!

Siehe zum Beispiel im Internet auf der Webseite der SH Bürgerstiftung: t1p.de/gedenksh

 

5) Am 27.01.2020 um 16 Uhr findet im Rathaus der Stadt unsere jährliche Gedenkveranstaltung unter Mitwirkung des Gymnasiums Kaltenkirchen statt. Was ist der Hintergrund dieses Datums?

a) Volkstrauertag                                      c) Befreiung der KZ Auschwitz und Birkenau
 b) Ende des 1. Weltkriegs                      d) Ende des 2. Weltkriegs

Antwort c) Befreiung der KZ Auschwitz und Birkenau

 

6) Schätzen Sie bitte: Wie viele Menschen haben im vergangenen Jahr 2018 die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen besucht? Diese Antwort wird nur für eine Stichentscheidung herangezogen,  wenn mehrere Teilnehmer*innen alle anderen Fragen richtig beantwortet haben.

Anzahl: 4493

 

 

 

 

Nachruf auf Paul Krattinger, im November 2019

(Thomas Käpernick, wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte)

Paul Krattinger, einer der letzten Überlebenden des KZ Kaltenkirchen, ist am 26. Oktober 2019 in Champagnole in Frankreich verstorben.

Paul Krattinger wurde 98 Jahre alt. Im Jahr 2015 hat er die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen zum letzten Mal besucht. Paul Krattinger wurde am 10. Juli 1921 im französischen Jura, nicht weit von der Schweiz entfernt, geboren. Schon als Jugendlicher arbeitete er in Orgelet im väterlichen Betrieb bei der Produktion und Lagerung der traditionellen Käse der Region. Im Juli 1944 kam es im Jura zu Kampfhandlungen und Widerstandsaktionen der Resistance. Bei einer Razzia in Orgelet wurden Paul Krattinger und andere junge Männer festgenommen und über verschiedene Gefängnisse nach Compiegne gebracht. Am 31. Juli 1944 fuhr der Deportationszug in das KZ Neuengamme ab. Über die Außenlager Fuhlsbüttel und Salzgitter-Watenstedt wurde Paul Krattinger im Oktober 1944 in das Außenlager Kaltenkirchen gebracht. Am 17. März wurde er als nicht mehr arbeitsfähig aussortiert. Er hatte eine Verletzung am Fuß. Aus dem Schonungsblock des KZ Neuengamme wurde er wenig später auf eine wochenlange Irrfahrt geschickt. In offenen Kohlewaggons endete die Fahrt im KZ Ravensbrück. Wie Paul Krattinger 2015 berichtete, wog er bei seiner Befreiung nur noch 42 kg. Paul Krattinger kehrte in die Heimat zurück und führte lange Zeit den väterlichen Betrieb weiter.

DSCI0143 compr. (Paul Krattinger 2015 bei einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch mit Sohn und Enkeltochter)

 

Paul Krattinger kehrte in Pelerinages mit der französischen Amicale de Neuengamme zurück an die Orte seiner KZ-Haft. 2005 war er in der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen. 2015 hat er mit seinem Sohn Jean-Paul und einer Enkeltochter Amandine die Orte seiner Haft in Neuengamme und Kaltenkirchen nochmals besucht. Auch hat er über seine Verfolgungsgeschichte in einem Videointerview Zeugnis abgelegt.

Paul Krattinger hat uns in diesen Begegnungen durch seine Offenheit, seine Menschlichkeit und seinen Beitrag zur Erinnerungskultur sehr beeindruckt. Er wird der KZ-Gedenkstätte und allen, die ihn kennen gelernt haben, fehlen.

Am Freitag, den 27.9.2019 fand ein Pressegespräch statt mit dem Thema:

Vorstellung eines Originaldokuments zur Geschichte des KZ Kaltenkirchen: Das „Lagerschreiberbuch“ des polnischen Häftlings Sergiusz Jaskiewicz.  Details dazu finden Sie hier und ein Foto vom Lagerschreiberbuch selber.

 

Die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch zum Mordanschlag in Halle. Lesen Sie hier den Aufruf.

Am 18. September 2019 besuchte der Neffe des russischen Kriegsgefangenen Alexander Sidelnikov die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch und die Gräberstätte Moorkaten.

Lesen Sie hier den Bericht über diesen seltenen Besuch 

EINLADUNG 13.09.2019  17-19 Uhr
in der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch

"Spurensuche"
Filmvorführung und Diskussionsveranstaltung


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch.

Maren Grimm und Oliver Gemballa arbeiteten von 1996-1998 zusammen mit Gerhard Hoch auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Kaltenkirchen an der archäologischen Erschließung des Außenlagers. Die beiden werfen an diesem Abend einen Blick zurück auf die damalige Situation und berichten von ihren persönlichen Motivationen und Erfahrungen. Der Film "Spurensuche“ (11 min.) zeigt dokumentarisches Material aus dem Zeitraum und wird Ausgangspunkt für die Diskussion sein.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Gäste sind willkommen.

Im Frühjahr 2019 hat der Verein "Regenbogen Kaltenkirchen" mit seinen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die KZ-Gedenkstätte besucht. SIe waren so angetan von den Besuch, dass sie sich entschieden haben, ihre Eindrücke im Rahmen den Projektes "aktiv und kreativ" auf ihre eigene Weise darzustellen. Herausgekommen ist eine beeinduckende kleine Wanderausstellung mit Bildern und Skulpturen. Diese Ausstellung ist noch bis zum 10. August 2019 in der KZ-Gedenkstätte Springhirsch zu sehen.

*** verlängert bis zum 25.09.2018 ***

Ausstellung und Aktion des Elsensee Gymansiums Quickborn. Mit der Ausstellung "Erinnerungsräume" stellen die Schülerinnen und Schüler ein Projekt der Klasse 10a im Geschichts- und Kunstunterricht des Sommers 2017 vor. Die Ausstellung wird vom 6.-13.9.2018 in den Räumen der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch zu sehen sein. Eröffnung 6.9. um 14 Uhr.

MO 10 - 15 Uhr
DI - FR 10 - 18 Uhr
SA und SO 11 - 17 Uhr

 

Ebenfalls am 6.3. verstalten die Schülerinnen und Schüler eine Aktion mit dem Titel "Spurenlegung 192+" mit der sie auf die Todesopfer des KZ-Aussenkommandos Kaltenkirchen hinweisen werden. Diese Aktion findet am 6.9. von 7.30 h bis 14 h statt. Sie ist ein Marsch des ESG Jahrganges 11 gesellschaftswissenschaftliches Profil von Quickborn nach Springhirsch.

 

Nun ist es soweit: Der neue Eingangsbereich der Gedenkstätte ist fertiggestellt. Die Küche ist eingebaut, die Wände sind gestrichen. Jetzt folgt die Einrichtung und Nutzung als Empfangsraum und als weiterer Schulungsraum für Veranstaltungen. Wir freuen uns darüber und danken allen Förderern, die dies möglich gemacht haben.

Der neue EingangsbereichDer neue Eingangsbereich

Juni 2017: Die Bauarbeiten zum Umbau des Eingangsbereiches des Dokumentenhauses der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch stehen kurz vor dem Abschluß. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

ANKÜNDIGUNG

Wir möchten Sie auf drei sehr interessante Veranstaltungen hinweisen:

Am 29. April 2016 um 20 h im Bürgerhaus Ellerau gibt es einen Abend mit Esther Bejerano (91), eine der letzten Überlebenden des legendären Mädchenorchesters des KZ Auschwitz, und ihrer Band "Microphone Mafia"  (Details siehe Termine)

 

Am 8. Mai 2016 veranstaltet die Projektgruppe Quickborn des Fördervereins Gegen das Vergessen - Spurensuche im Kreis Pinneberg und Umgebung 1933-1945 e.V. wieder eine 3 1/2 stündige Radfahrt zu den Stätten des Nationalsozialismus in Quickborn

und am 14. Mai eine 2 1/2 stündige Radfahrt durch Quickborn-Heide (Details siehe Termine)

 

 

Am 27. Januar 16 Uhr findet wieder im Ratssaal der Stadt Kaltenkirchen eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch zum Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus statt.

Dr. Harald Schmid von der Bürgerstiftung der Schleswig-Holsteinischen Gedenksstätten wird in seinem Vortrag mit dem Thema "Erinnern heute - Warum, Wozu und Wie" Fragen zu Geschichtspolitik, Geschichtsbilder und Erinnerungskulturen beleuchten.

Und Schülerinnen und Schüler werden ihre Sicht der Erinnerung in einer szenischen Darstellung vorführen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Die genaue Anschrift lautet: Rathaus Kaltenkirchen, Holstenstr. 14, 24568 Kaltenkirchen  

Lesen Sie hier das Programm der Veranstaltung.   

 

Zum Tode von Gerhard Hoch


Am Sonntag, dem 6. Dezember, ist unser Ehrenvorsitzender, Dr. Gerhard Hoch, in seinem Haus in Alveslohe friedlich eingeschlafen.

Wir trauern um einen großen Menschen.

Noch vor wenigen Tagen hatte er sich um die Formulierung eines Textes des Wissenschaftlichen Beirats, dem er angehörte, gekümmert. Und er hat uns noch einmal seine Gedanken zu einer zukunftsweisenden   Gedenkstättenarbeit aufgezeigt, die wir als sein Vermächtnis verstehen wollen.   

Dr. Gerhard Hoch nahm interessiert und engagiert an unseren Veranstaltungen teil. Deshalb kam sein Tod   für uns überraschend, denn trotz seines hohen Alters strahlte er bis zuletzt eine außergewöhnliche Vitalität aus.

Dr. Gerhard Hoch war der Gründer und geistige Vater unserer KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch. Seiner Beharrlichkeit und seinem unbeirrbaren Festhalten an dem, war er für richtig erkannte, ist es zu verdanken, dass die Geschichte der Schrecken des Nationalsozialismus in unserer Region kein Tabu-Thema mehr ist.

Wir haben einen Freund und Förderer, einen Menschen mit tiefer moralischer Kraft verloren.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Gesa und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen.

An Stelle von Blumen und Kränzen wünschte sich Dr. Gerhard Hoch eine Spende für die „Christliche Initiative Romero“.  
Konto bei der Darlehnskasse Münster,
IBAN: DE 67 4006 065 0003 1122 00
Stichwort: Gerhard Hoch. www.ci-romero.de

Der neue Newsletter Nr. 87 ist da. Erfahren Sie dort mehr über die Aktivitäten auf der KZ-Gedenkstätte Springhirsch. Sie finden den Newsletter im Newsletter-Archiv auf dieser Seite.

Die Wanderausstellung "70 nach 45 - Frieden im Land?" ist noch bis Sonntag 17 Uhr auf der KZ-Gedenkstätte Springhirsch geöffnet. Nutzen Sie die Gelegenheit, hier herausragende Arbeiten internationaler zeitgenössischer Künstler zu aktuellen Fragen der Zeit zu sehen. (Eintritt frei, Spende erwünscht, Katalog 5 €)

Mitglieder der KZ-Gedenkstätte nahmen gestern an der Veranstaltung des Träger- und Fördervereins Henri-Goldstein-Haus e.v. Quickborn zum 9. November teil.

Unter dem Titel "Wölfe mitten im Mai - Lieder und Texte zum rechten Aufmarsch in Europa" sangen, lasen und kommentierten der Liedermacher Kai Degenhardt und der Hamburger Schauspieler Rolf Becker Texte und Lieder u.a. von Franz Josef Degenhardt und Brecht. Im ausverkauften Artur-Grenz-Saal in Quickborn verfolgten etwa 250 Besucher einen intensiven Abend, der Anlass zum Nachdenken sowohl zum Wiedererstarken des rechtes Randes, als auch zu unserem alltäglichem Leben gab. Details finden Sie hier im Veranstaltungsflyer.

 

Seit der Gründung des Trägervereins 1999 sind 15 Jahre vergangen. In dieser Zeit ist viel Arbeit in den Aufbau der Gedenkstätte gesteckt worden. Trotzdem gibt es immer noch sehr viel Material, das archiviert und historisch gesichtet werden muss. Ebenso ist es Zeit, auch die vorhandenen Texte auf historische Richtigkeit und Nachweisbarkeit zu überprüfen, sowie die Quellen und Rechtsgrundlagen jedes einzelnen Artikels und Bildes zu prüfen. Diese Aufgabe hat der Historiker Thomas Käpernick, selber Mitglied des Trägervereins übernommen. Unterstützt wird er durch einen neu einberufenen Wissenschaftlichen Beirat, der am 14.11. seine erste Sitzung hatte und bis zur nächsten Sitzung im Februar 2015 seine Vorstellungen zur künftigen Ausrichtung der Gedenkstätte einbringen wird.

Zusätzliche Informationen