SAM 8557 002

Ab dem 21. September starten die Bauarbeiten zur Erweiterung des Dokumentenhauses der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen.

Eine halbe Million Euro konnte das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein im Jahr 2019 kurzfristig aus IMPULS-Mitteln für drei Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein bereitstellen. Sie kommen wichtigen Investitionen in die Infrastruktur der KZ-Gedenkstätten Kaltenkirchen und Ahrensbök sowie des Erinnerungsortes Flandernbunker in Kiel zugute.

Rund 165.000 Euro investiert das Land in die bauliche Erweiterung des Dokumentenhauses der KZGedenkstätte Kaltenkirchen. Am heutigen Montag fanden diesbezüglich erste Erdarbeiten auf dem Gelände der Gedenkstätte in Nützen-Springhirsch statt, die Baumaßnahme soll Ende November diesen Jahres abgeschlossen sein.

Mit der Baumaßnahme werden insbesondere zwei Ziele verfolgt: Zum einen möchten der Trägerverein und die Gedenkstätte die etwa 20 Jahre alte Dauerausstellung überarbeiten und thematisch um eine Darstellung der „Zweiten Geschichte“, also des politischen und gesellschaftlichen Umgangs mit der Geschichte des KZ-Außenlagers nach 1945, erweitern. Die neue Ausstellung wird in dem neuen Gebäudeteil ihr Zuhause finden.

Zum zweiten ist es notwendig, für die gedenkstättenpädagogische Arbeit mit Schüler*innen und weiteren Besucher*innen mehr Platz zu schaffen. Hierfür wird der alte Teil des Dokumentenhauses entsprechend saniert, umgestaltet und in ein Bildungszentrum für die Gedenkstätte umgewandelt.

Für Hans-Jürgen Kütbach, Vorsitzender des Trägervereins, zeigen die Unterstützung durch das Land und die jetzt begonnene Baumaßnahme, dass die KZ-Gedenkstätte sich auf einem guten Weg befindet. „Die bauliche Erweiterung des Dokumentenhauses ist ein wichtiger Schritt, um die KZ-Gedenkstätte auch in den kommenden Jahren als qualitativ hochwertigen außerschulischen Bildungs- und Lernort nachhaltig zu stärken“, so Kütbach.

Im Rahmen des Fortgangs der Baumaßnahme wird zum Ende der 42. Kalenderwoche oder zum Beginn der 43. Kalenderwoche ein Richtfest stattfinden, zu dem der Trägerverein in einem kleinen – der Pandemie geschuldeten – Rahmen alle Unterstützer*innen und Förderer der Baumaßnahme einladen wird, um die Erweiterung des Dokumentenhauses noch einmal in einem angemessenen Rahmen öffentlich zu würdigen.

Eine Unterstützung der wichtigen Gedenkstättenarbeit in der Region ist jederzeit auch durch Spenden an den Trägerverein willkommen! Hier die Bankverbindung: Bankverbindung: IBAN: DE 39 2305 1030 0025 0276 20 BIC: NOLADE21SHO ( Sparkasse Südholstein)

Bitte wenden Sie sich für mögliche Rückfragen an den Vorsitzenden des Trägervereins, Hans-Jürgen Kütbach, oder an den Leiter der KZ-Gedenkstätte, Marc Czichy. (Tel.: 04191 – 70 38 125; Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) (Foto: KZ-Gedenkstätte)

Herr Kutbach quer

 Hans-Jürgen Kütbach, Vors. des Trägervereins der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch, präsentiert das Veranstaltungsplakat (Foto: Segeberger Kulturtage)

Pressemitteilung

 

Erstmals Comic- und Graphic Novel-Workshop in der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen. Geschichte(n) sichtbar- und erlebbar machen! Die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch geht neue künstlerische und kreative Wege:
Unter der Anleitung der Illustratorin und Kulturvermittlern Julia Kaergel und mit Hilfe finanzieller Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Südholstein veranstaltet die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch zwischen dem 18.09. und dem 20.09.20 erstmals einen Comic- und Graphic Novel-Workshop auf dem Gelände der KZ- Gedenkstätte. Die im Rahmen der Segeberger Kulturtage stattfindende dreitägige Veranstaltung ist kostenfrei. Herzlich willkommen sind Jugendliche ab 14 Jahren bzw. ab der 8. Klasse.
In dem Workshop setzen sich die Teilnehmer*innen zunächst mit den Geschichten des KZ Kaltenkirchen auseinander. Anschließend verarbeiten die Jugendlichen ihre Eindrücke zu diesem Ort auf ganz vielfältige Art: Es werden kritische Zeichnungen, poetische Bilder und kurze Graphic Novels erschaffen. Auf diese Weise entstehen viele neue, ganz individuelle und kreative Auseinandersetzungen mit Geschichte(n), Erinnerung und Eindrücken. So wird der historische Ort in all seinen Facetten durch die Zeichnungen der jungen Menschen sichtbar- und erlebbar gemacht.
Die KZ-Gedenkstätte möchte weitere besondere Bildungsformate wie dieses verstetigen, sodass die Angebotspalette der gedenkstättenpädagogischen Arbeit ab dem kommenden Jahr quantitativ und qualitativ erweitert wird.
Anmeldungen zu diesem besonderen, kreativen, abwechslungsreichen und spannenden Workshop sind bis Montag, 14. September 2020 über unser Kontaktformular oder der Telefonnummer 04191 – 723428 möglich. Treffpunkt für den Workshop ist die KZ-Gedenkstätte in Springhirsch.

Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Leiter der Gedenkstätte, Marc Czichy, unter der Telefonnummer 04191 – 723428.

 

 

 

Pressemitteilung

 

Erinnerung ins Land tragen!

Modellprojekt für Multiplikator*innen an Gedenk- und Erinnerungsorten in Schleswig-Holstein startet heute

 

Mit ihrem Konzept konnte die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien überzeugen - in Springhirsch ging ein positiver Bescheid auf Projektförderung ein.

In diesem Jahr hat die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch einen positiven Bescheid auf Projektförderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien erhalten. Die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen ist damit neben einem gemeinsamen Projekt der KZ-Gedenkstätten Ladelund und Husum-Schwesing sowie einem weiteren Projekt der Gedenkstätte Ahrensbök die dritte KZ-Gedenkstätte in Schleswig-Holstein, deren Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Jugend erinnert“ gefördert wird. Das Projekt „Erinnerung ins Land tragen!“ hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bund mit 200.000 Euro unterstützt. Außerdem wird das Projekt finanziell von Seiten des Landesbeauftragten für politische Bildung des Landes Schleswig-Holstein und von der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten gefördert. Die erstmalige Finanzierung der KZ-Gedenkstätte über Bundesmittel stellt für Hans-Jürgen Kütbach, Vorsitzender des Trägervereins, „einen Meilenstein in der erfolgreichen Entwicklung der Gedenkstätte dar.“

Nach Verzögerungen auf Grund der Corona-Pandemie nimmt jetzt Frau Freya Kurek zum 01. September 2020 ihre Tätigkeit als Leiterin des Projekts auf. Frau Kurek ist 32 Jahre alt, studierte Politikwissenschaft in Wien und hat ihr Masterstudium im Fach Politische Theorie an der Universität Frankfurt/Main mit einer Arbeit zum Verhältnis von Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit sehr erfolgreich abgeschlossen. In der Folge hat sie in Frankfurt für verschiedene Bildungsträger – unter anderem für die Bildungsstätte Anne Frank und das Fritz Bauer Institut – gearbeitet. „Wir freuen uns, dass wir in Frau Kurek eine äußerst erfahrene und hochqualifizierte Mitarbeiterin gewinnen konnten“, so Marc Czichy, Leiter der Gedenkstätte.

Das von Frau Kurek verantwortete „Erinnerung ins Land tragen!“ zielt auf die Entwicklung, Initiierung und nachhaltige Etablierung eines dauerhaften Aus- und Fortbildungsprogramms für Multiplikator*innen der Vermittlungsarbeit in Gedenkstätten sowie weiteren Gedenk- und Erinnerungsorten. Dabei wird der Schwerpunkt zunächst auf den „Ausbildungsort“ gelegt, nämlich auf die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen. Das Programm hat Anschubcharakter für den Aufbau neuer nachhaltiger Strukturen in der Ausbildung von pädagogischem Fachpersonal an den KZ-Gedenkstätten im Land Schleswig-Holstein insgesamt.

Im Rahmen des Multiplikator*innen-Programms werden Aus- und Weiterbildungsmodule entwickelt, in denen insbesondere die Förderung der Vermittlung von historischer Sach- und Werturteilskompetenz sowie die Förderung von Kenntnissen und Fähigkeiten hinsichtlich handlungsorientierter Ansätze in der gedenk-stättenpädagogischen Vermittlungsarbeit im Mittelpunkt stehen. Der Schwerpunkt liegt bei der Multiplikator*innenaus- und -fortbildung in der Durchführung von Workshops und „Summer Schools“. Bei der Auswahl der Multiplikator*innen richtet sich der Fokus auf Studierende auf Lehramt und aus den Bereichen Erziehung und soziale Arbeit sowie auf Referendar*innen aller Schulformen.

Die Aus- und Fortbildungsmodule werden eng mit den Inhalten und mit der Praxis der gedenkstättenpädagogischen Arbeit in der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch verknüpft. Nach einer externen wissenschaftlichen Evaluierung kann die Multiplikator*innen-Aus- und Fortbildung ab 2023 auf Gedenkstätten sowie Gedenk- und Erinnerungsorte im ganzen Bundesland Schleswig-Holstein ausgedehnt werden.

Gegenwärtig erlauben es die räumlichen Kapazitäten auf der Gedenkstätte nicht, dort einen angemessenen Arbeitsplatz für Frau Kurek einzurichten. Daher gilt der besondere Dank des Trägervereins und der Gedenkstätte dem SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Weber und dem Kaltenkirchener SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Eberhard Rönsch, die im Wahlkreisbüro in der Kaltenkirchener Holstenstraße einen Arbeitsplatz für Frau Kurek zur Verfügung gestellt haben.

 Für weitere Informationen und Rückfragen 04191 – 72 34 28.

 IMG 20200901 110747 resized

Bildunterschrift:

Von rechts nach links: Hans-Jürgen Kütbach (Vorsitzender des Trägervereins), Dr. Gerhard Braas (Stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins), Freya Kurek (Projektleiterin „Erinnerung ins Land tragen!“) und Marc Czichy (Leiter der KZ-Gedenkstätte)


Vor einigen Wochen ist ein neues Buch zu NS-Verbrechen in Schleswig-Holstein und der Region Südholstein im April 1945 erschienen.
Vor 75 Jahren marschierten Häftlinge durch Dörfer und Städte in unserer Region. Einer dieser Märsche, die wir heute als „Todesmärsche“ bezeichnen, begann auf Befehl der Hamburger Gestapo am 12. April 1945 im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel (genannt KolaFu), machte Station in Kaltenkirchen und verlief dann auf der B4 über Bad Bramstedt Richtung Kiel.

Das Buch „Mein Schicksal ist nur eines von Abertausenden“, herausgegeben von Dietlind Kautzky und Thomas Käpernick, stellt 9 Biografien von Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Todesmarsches vor. Das Buch ist im VSA-Verlag erschienen und kostet 20,00 Euro. Es kann auf der Gedenkstätte oder im Buchhandel erworben werden.

Sobald die Corona-Krise dies zulässt, werden Thomas Käpernick (wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen und Mitherausgeber des Buches) und Frauke Greuel (Mitglied der Arbeitsgruppe, die das Buchprojekt begleitet hat und Mitglied des Vorstands der Trägervereins der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen) das Buch im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung auf der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen vorstellen."

Hier weitere Informationen zum Buchprojekt und dem Umschlag

Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung

Geplant war eine öffentliche feierliche Gedenkstunde zum 75. Jahrestag der Befreiung der Gefangenen im KZ-Außenlager Springhirsch in Kaltenkirchen. Die Vorbereitungen waren in vollem Gange: 15 Zeitzeugen waren in den Ratssaal Kaltenkirchen eingeladen, um dort von Schülern des Gymnasiums Kaltenkirchen nach ihren Erinnerungen an die dunkle Zeit in Springhirsch befragt zu werden.

Dann kam Corona dazwischen und der Hans-Jürgen Kütbach und Dr. Gerhard Braas vom Vorstand der KZ-Gedenkstätte legten stellvertretend Blumen auf dem Erinnerungsfeld der Gedenkstätte nieder. Sie gedachten dabei der vielen Zwangsarbeiter aus den Lagern Springhirsch, Moorkaten und Heidkaten.

Am 5. Mai 1945 befreite die britische Armee die verbliebenen Gefangenen, nachdem zuvor bereits 576 KZ-Häftlinge aus Springhirsch von der SS per Bahn nach Mecklenburg gebracht wurden.

IMG 20200505 134543 resized

5. Mai 1945 - Das Ende des Zweiten Weltkrieges und der NS-Herrschaft in Kaltenkirchen

Der 8. Mai ist insbesondere in diesem Jahr ein medial begleiteter Gedenktag als Symbol für das Ende von Krieg und NS-Herrschaft. Die bedingungslose Kapitulation der deutschen der Wehrmacht vor 75 Jahren bedeutete für Europa das offizielle Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung von der NS-Diktatur. In Norddeutschland schwiegen bereits am 5. Mai 1945 die Waffen. Dieses Datum ist in SchleswigHolstein und in der Gegend um Kaltenkirchen bislang weder im kommunalen Gedächtnis noch Bestandteil regionaler Erinnerungskultur.

Dr. Gerhard Braas hat in einem Artikel die Ereignisse der Tage und Wochen um den 5. Mai 1945 noch einmal zusammengestellt. Er berichtet vom 5. Mai, dem Tag des Kriegsendes in Kaltenkirchen, von den seit April andauernden Todesmärschen, von der Auflösung des KZ-Außenlagers Springhirsch und von den Greueltaten in der Gemeinde Kampen nur zwei Tage zuvor. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden Bewerbungsfrist und Auswahltermine verlängert:

Bewerbung bis: 24.5.2020

Auswahlgespräche zwischen 8. - 12. 6. 2020

Projektleitung gesucht:

für das Projekt "Erinnerung ins Land tragen! Modellprojekt für Multiplikator*innen an Gedenk- und Erinnerungsorten in Schleswig-Holstein". 

Für die Organisation und Durchführung dieses Projekts wird eine Projektleitung (m/w/d) in Teilzeit gesucht. Details zur Bewerbung finden Sie hier.

IMG 20200127 174927 01

 

Die bundesweite Aktion hat insbesondere für kleinere Einrichtungen eine wichtige politische und gesellschaftliche Bedeutung.

Die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen wird sich dadurch mit öffentlicher und medialer Wahrnehmung als Institution vorstellen und für ihre professionelle Bildungs- und Vermittlungsarbeit werben.

Eine demokratische Gedenk- und Erinnerungskultur muss immer wieder neu erkämpft und verteidigt werden. Der „Beleuchtungsflashmob“ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

 

 

 

 

 

Danke für Ihre Teilnahme am Quiz unserer KZ-Gedenkstätte auf dem Adventsmarkt der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenkirchen am 30.11.2019. Die Gewinner*innen der Buchpreise und eines Gutscheins für eine Führung über das Gelände werden direkt benachrichtigt. Die richtigen Antworten lauten:

 

 

1) Einer der folgenden Straßennamen in Kaltenkirchen steht NICHT in einer Beziehung zur KZ-Außenstelle in Springhirsch, bitte ankreuzen!

a) Hertha-Petersen-Str.   b) Else-Stapel-Str.   c) Richard-Tackx-Str. d) Magreta-Brandt-Str.

Antwort d) Magreta-Brandt-Str.



2) Die Gefangenen im KZ-Außenlager und Zwangsarbeiter*innen aus anderen Lagern waren gezwungen, am Ausbau des südlich vom Lager gelegenen Militärflugplatzes Kaltenkirchen zu arbeiten. Wie lautet die genaue Ortsbezeichnung des Flugplatzes? Bitte ankreuzen!

a) Heidmoor                 b) Heidkaten                c) Moorkaten              d) Holmmoor

Antwort c) Moorkaten



3) Die Baracken auf dem KZ-Gelände wurden nach dem 2. Weltkrieg nach und nach abgerissen. Die Stelle wurde aufgeforstet. Wodurch wird die Lage der Baracken heute sichtbar gemacht?

a) Das Waldstück wurde gerodet, so wie es 1945 gewesen ist.
b) Zwischen den Bäumen zeigt eine Installation aus Brettern die Grundrisse der Baracken.
c) Die Baracken wurden teilweise wiederaufgebaut.
d) Gar nicht. Die genaue Lage der Baracken konnte oder wollte niemand mehr erinnern.

Antwort b) Eine Installation aus Brettern.

 

4) Nennen Sie bitte eine weitere Gedenkstätte auf dem Gebiet des Landes Schleswig-Holstein!

Siehe zum Beispiel im Internet auf der Webseite der SH Bürgerstiftung: t1p.de/gedenksh

 

5) Am 27.01.2020 um 16 Uhr findet im Rathaus der Stadt unsere jährliche Gedenkveranstaltung unter Mitwirkung des Gymnasiums Kaltenkirchen statt. Was ist der Hintergrund dieses Datums?

a) Volkstrauertag                                      c) Befreiung der KZ Auschwitz und Birkenau
 b) Ende des 1. Weltkriegs                      d) Ende des 2. Weltkriegs

Antwort c) Befreiung der KZ Auschwitz und Birkenau

 

6) Schätzen Sie bitte: Wie viele Menschen haben im vergangenen Jahr 2018 die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen besucht? Diese Antwort wird nur für eine Stichentscheidung herangezogen,  wenn mehrere Teilnehmer*innen alle anderen Fragen richtig beantwortet haben.

Anzahl: 4493

 

 

 

 

Nachruf auf Paul Krattinger, im November 2019

(Thomas Käpernick, wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte)

Paul Krattinger, einer der letzten Überlebenden des KZ Kaltenkirchen, ist am 26. Oktober 2019 in Champagnole in Frankreich verstorben.

Paul Krattinger wurde 98 Jahre alt. Im Jahr 2015 hat er die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen zum letzten Mal besucht. Paul Krattinger wurde am 10. Juli 1921 im französischen Jura, nicht weit von der Schweiz entfernt, geboren. Schon als Jugendlicher arbeitete er in Orgelet im väterlichen Betrieb bei der Produktion und Lagerung der traditionellen Käse der Region. Im Juli 1944 kam es im Jura zu Kampfhandlungen und Widerstandsaktionen der Resistance. Bei einer Razzia in Orgelet wurden Paul Krattinger und andere junge Männer festgenommen und über verschiedene Gefängnisse nach Compiegne gebracht. Am 31. Juli 1944 fuhr der Deportationszug in das KZ Neuengamme ab. Über die Außenlager Fuhlsbüttel und Salzgitter-Watenstedt wurde Paul Krattinger im Oktober 1944 in das Außenlager Kaltenkirchen gebracht. Am 17. März wurde er als nicht mehr arbeitsfähig aussortiert. Er hatte eine Verletzung am Fuß. Aus dem Schonungsblock des KZ Neuengamme wurde er wenig später auf eine wochenlange Irrfahrt geschickt. In offenen Kohlewaggons endete die Fahrt im KZ Ravensbrück. Wie Paul Krattinger 2015 berichtete, wog er bei seiner Befreiung nur noch 42 kg. Paul Krattinger kehrte in die Heimat zurück und führte lange Zeit den väterlichen Betrieb weiter.

DSCI0143 compr. (Paul Krattinger 2015 bei einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch mit Sohn und Enkeltochter)

 

Paul Krattinger kehrte in Pelerinages mit der französischen Amicale de Neuengamme zurück an die Orte seiner KZ-Haft. 2005 war er in der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen. 2015 hat er mit seinem Sohn Jean-Paul und einer Enkeltochter Amandine die Orte seiner Haft in Neuengamme und Kaltenkirchen nochmals besucht. Auch hat er über seine Verfolgungsgeschichte in einem Videointerview Zeugnis abgelegt.

Paul Krattinger hat uns in diesen Begegnungen durch seine Offenheit, seine Menschlichkeit und seinen Beitrag zur Erinnerungskultur sehr beeindruckt. Er wird der KZ-Gedenkstätte und allen, die ihn kennen gelernt haben, fehlen.

Am Freitag, den 27.9.2019 fand ein Pressegespräch statt mit dem Thema:

Vorstellung eines Originaldokuments zur Geschichte des KZ Kaltenkirchen: Das „Lagerschreiberbuch“ des polnischen Häftlings Sergiusz Jaskiewicz.  Details dazu finden Sie hier und ein Foto vom Lagerschreiberbuch selber.

 

Die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch zum Mordanschlag in Halle. Lesen Sie hier den Aufruf.

Am 18. September 2019 besuchte der Neffe des russischen Kriegsgefangenen Alexander Sidelnikov die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch und die Gräberstätte Moorkaten.

Lesen Sie hier den Bericht über diesen seltenen Besuch 

EINLADUNG 13.09.2019  17-19 Uhr
in der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch

"Spurensuche"
Filmvorführung und Diskussionsveranstaltung


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch.

Maren Grimm und Oliver Gemballa arbeiteten von 1996-1998 zusammen mit Gerhard Hoch auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Kaltenkirchen an der archäologischen Erschließung des Außenlagers. Die beiden werfen an diesem Abend einen Blick zurück auf die damalige Situation und berichten von ihren persönlichen Motivationen und Erfahrungen. Der Film "Spurensuche“ (11 min.) zeigt dokumentarisches Material aus dem Zeitraum und wird Ausgangspunkt für die Diskussion sein.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Gäste sind willkommen.

Im Frühjahr 2019 hat der Verein "Regenbogen Kaltenkirchen" mit seinen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die KZ-Gedenkstätte besucht. SIe waren so angetan von den Besuch, dass sie sich entschieden haben, ihre Eindrücke im Rahmen den Projektes "aktiv und kreativ" auf ihre eigene Weise darzustellen. Herausgekommen ist eine beeinduckende kleine Wanderausstellung mit Bildern und Skulpturen. Diese Ausstellung ist noch bis zum 10. August 2019 in der KZ-Gedenkstätte Springhirsch zu sehen.

*** verlängert bis zum 25.09.2018 ***

Ausstellung und Aktion des Elsensee Gymansiums Quickborn. Mit der Ausstellung "Erinnerungsräume" stellen die Schülerinnen und Schüler ein Projekt der Klasse 10a im Geschichts- und Kunstunterricht des Sommers 2017 vor. Die Ausstellung wird vom 6.-13.9.2018 in den Räumen der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch zu sehen sein. Eröffnung 6.9. um 14 Uhr.

MO 10 - 15 Uhr
DI - FR 10 - 18 Uhr
SA und SO 11 - 17 Uhr

 

Ebenfalls am 6.3. verstalten die Schülerinnen und Schüler eine Aktion mit dem Titel "Spurenlegung 192+" mit der sie auf die Todesopfer des KZ-Aussenkommandos Kaltenkirchen hinweisen werden. Diese Aktion findet am 6.9. von 7.30 h bis 14 h statt. Sie ist ein Marsch des ESG Jahrganges 11 gesellschaftswissenschaftliches Profil von Quickborn nach Springhirsch.

 

Nun ist es soweit: Der neue Eingangsbereich der Gedenkstätte ist fertiggestellt. Die Küche ist eingebaut, die Wände sind gestrichen. Jetzt folgt die Einrichtung und Nutzung als Empfangsraum und als weiterer Schulungsraum für Veranstaltungen. Wir freuen uns darüber und danken allen Förderern, die dies möglich gemacht haben.

Der neue EingangsbereichDer neue Eingangsbereich

Juni 2017: Die Bauarbeiten zum Umbau des Eingangsbereiches des Dokumentenhauses der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch stehen kurz vor dem Abschluß. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

ANKÜNDIGUNG

Wir möchten Sie auf drei sehr interessante Veranstaltungen hinweisen:

Am 29. April 2016 um 20 h im Bürgerhaus Ellerau gibt es einen Abend mit Esther Bejerano (91), eine der letzten Überlebenden des legendären Mädchenorchesters des KZ Auschwitz, und ihrer Band "Microphone Mafia"  (Details siehe Termine)

 

Am 8. Mai 2016 veranstaltet die Projektgruppe Quickborn des Fördervereins Gegen das Vergessen - Spurensuche im Kreis Pinneberg und Umgebung 1933-1945 e.V. wieder eine 3 1/2 stündige Radfahrt zu den Stätten des Nationalsozialismus in Quickborn

und am 14. Mai eine 2 1/2 stündige Radfahrt durch Quickborn-Heide (Details siehe Termine)

 

 

Am 27. Januar 16 Uhr findet wieder im Ratssaal der Stadt Kaltenkirchen eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch zum Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus statt.

Dr. Harald Schmid von der Bürgerstiftung der Schleswig-Holsteinischen Gedenksstätten wird in seinem Vortrag mit dem Thema "Erinnern heute - Warum, Wozu und Wie" Fragen zu Geschichtspolitik, Geschichtsbilder und Erinnerungskulturen beleuchten.

Und Schülerinnen und Schüler werden ihre Sicht der Erinnerung in einer szenischen Darstellung vorführen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Die genaue Anschrift lautet: Rathaus Kaltenkirchen, Holstenstr. 14, 24568 Kaltenkirchen  

Lesen Sie hier das Programm der Veranstaltung.   

 

Zum Tode von Gerhard Hoch


Am Sonntag, dem 6. Dezember, ist unser Ehrenvorsitzender, Dr. Gerhard Hoch, in seinem Haus in Alveslohe friedlich eingeschlafen.

Wir trauern um einen großen Menschen.

Noch vor wenigen Tagen hatte er sich um die Formulierung eines Textes des Wissenschaftlichen Beirats, dem er angehörte, gekümmert. Und er hat uns noch einmal seine Gedanken zu einer zukunftsweisenden   Gedenkstättenarbeit aufgezeigt, die wir als sein Vermächtnis verstehen wollen.   

Dr. Gerhard Hoch nahm interessiert und engagiert an unseren Veranstaltungen teil. Deshalb kam sein Tod   für uns überraschend, denn trotz seines hohen Alters strahlte er bis zuletzt eine außergewöhnliche Vitalität aus.

Dr. Gerhard Hoch war der Gründer und geistige Vater unserer KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch. Seiner Beharrlichkeit und seinem unbeirrbaren Festhalten an dem, war er für richtig erkannte, ist es zu verdanken, dass die Geschichte der Schrecken des Nationalsozialismus in unserer Region kein Tabu-Thema mehr ist.

Wir haben einen Freund und Förderer, einen Menschen mit tiefer moralischer Kraft verloren.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Gesa und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen.

An Stelle von Blumen und Kränzen wünschte sich Dr. Gerhard Hoch eine Spende für die „Christliche Initiative Romero“.  
Konto bei der Darlehnskasse Münster,
IBAN: DE 67 4006 065 0003 1122 00
Stichwort: Gerhard Hoch. www.ci-romero.de

Der neue Newsletter Nr. 87 ist da. Erfahren Sie dort mehr über die Aktivitäten auf der KZ-Gedenkstätte Springhirsch. Sie finden den Newsletter im Newsletter-Archiv auf dieser Seite.

Die Wanderausstellung "70 nach 45 - Frieden im Land?" ist noch bis Sonntag 17 Uhr auf der KZ-Gedenkstätte Springhirsch geöffnet. Nutzen Sie die Gelegenheit, hier herausragende Arbeiten internationaler zeitgenössischer Künstler zu aktuellen Fragen der Zeit zu sehen. (Eintritt frei, Spende erwünscht, Katalog 5 €)

Mitglieder der KZ-Gedenkstätte nahmen gestern an der Veranstaltung des Träger- und Fördervereins Henri-Goldstein-Haus e.v. Quickborn zum 9. November teil.

Unter dem Titel "Wölfe mitten im Mai - Lieder und Texte zum rechten Aufmarsch in Europa" sangen, lasen und kommentierten der Liedermacher Kai Degenhardt und der Hamburger Schauspieler Rolf Becker Texte und Lieder u.a. von Franz Josef Degenhardt und Brecht. Im ausverkauften Artur-Grenz-Saal in Quickborn verfolgten etwa 250 Besucher einen intensiven Abend, der Anlass zum Nachdenken sowohl zum Wiedererstarken des rechtes Randes, als auch zu unserem alltäglichem Leben gab. Details finden Sie hier im Veranstaltungsflyer.

 

Seit der Gründung des Trägervereins 1999 sind 15 Jahre vergangen. In dieser Zeit ist viel Arbeit in den Aufbau der Gedenkstätte gesteckt worden. Trotzdem gibt es immer noch sehr viel Material, das archiviert und historisch gesichtet werden muss. Ebenso ist es Zeit, auch die vorhandenen Texte auf historische Richtigkeit und Nachweisbarkeit zu überprüfen, sowie die Quellen und Rechtsgrundlagen jedes einzelnen Artikels und Bildes zu prüfen. Diese Aufgabe hat der Historiker Thomas Käpernick, selber Mitglied des Trägervereins übernommen. Unterstützt wird er durch einen neu einberufenen Wissenschaftlichen Beirat, der am 14.11. seine erste Sitzung hatte und bis zur nächsten Sitzung im Februar 2015 seine Vorstellungen zur künftigen Ausrichtung der Gedenkstätte einbringen wird.

Zusätzliche Informationen