Am Volkstrauertag, Sonntag den 14. November, um 17.00 Uhr im Bürgerhaus
Kaltenkirchen stellt der Trägerverein KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen der
Öffentlichkeit einen Film vor, den Schüler einer Film-AG der Realschule
Kellinghusen unter der Leitung des Lehrers Walter Vietzen gedreht haben. Es
ist somit eine Uraufführung. Damit soll die hervorragende filmische Leistung
der Schüler und ihres Lehrers öffentlich gewürdigt werden.
Diese erstaunliche, fast professionelle Filmarbeit der Schüler erzählt die
Geschichte des KZ-Außenkommandos Kaltenkirchen unter Heranziehung von
Dokumenten, die Gerhard Hoch gesammelt hatte. Zudem kommt ein ehemaliger
französischer KZ-Häftling, Roger Remond, zu Wort, den die Filmgruppe im
letzten Jahr in Frankreich besucht hatte. Er gibt ein erschütterndes Zeugnis
ab von den unmenschlichen Bedingungen, unter denen damals die KZ-Häftlinge
in Kaltenkirchen gearbeitet haben. Sieben Kameraden aus seinem Dorf, mit
denen zusammen er nach Deutschland verschleppt worden war, überlebten die
KZ-Haft nicht, junge Männer, über deren Tod er als einziger Überlebender den
betroffenen Familien die Nachricht überbringen musste.
Der Videofilm soll von nun an Schulklassen, Jugendgruppen und
Besuchergruppen im Dokumentenhaus der KZ-Gedenkstätte vorgeführt werden.
Damit wird die pädagogische und informierende Arbeit der Gedenkstätte um ein
attraktives Anschauungsmittel bereichert sein. Wir danken Walter Vietzen und
seinen Schülern herzlichst für dieses Geschenk, das mit soviel Engagement,
Können und Liebe hergestellt worden ist. Außerdem danken wir der
Kreissparkasse Südholstein für ihre großzügige Spende, die es uns ermöglicht
hat, Videovorführungen im Dokumentenhaus anzubieten.
Jürgen Gill
Pressesprecher des Trägervereins