Vorführung des Videofilms am 14.November

6.11.2004


Am Volkstrauertag, Sonntag den 14. November, um 17.00 Uhr im Bürgerhaus Kaltenkirchen stellt der Trägerverein KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen der Öffentlichkeit einen Film vor, den Schüler einer Film-AG der Realschule Kellinghusen unter der Leitung des Lehrers Walter Vietzen gedreht haben. Es ist somit eine Uraufführung. Damit soll die hervorragende filmische Leistung der Schüler und ihres Lehrers öffentlich gewürdigt werden.

Diese erstaunliche, fast professionelle Filmarbeit der Schüler erzählt die Geschichte des KZ-Außenkommandos Kaltenkirchen unter Heranziehung von Dokumenten, die Gerhard Hoch gesammelt hatte. Zudem kommt ein ehemaliger französischer KZ-Häftling, Roger Remond, zu Wort, den die Filmgruppe im letzten Jahr in Frankreich besucht hatte. Er gibt ein erschütterndes Zeugnis ab von den unmenschlichen Bedingungen, unter denen damals die KZ-Häftlinge in Kaltenkirchen gearbeitet haben. Sieben Kameraden aus seinem Dorf, mit denen zusammen er nach Deutschland verschleppt worden war, überlebten die KZ-Haft nicht, junge Männer, über deren Tod er als einziger Überlebender den betroffenen Familien die Nachricht überbringen musste.

Der Videofilm soll von nun an Schulklassen, Jugendgruppen und Besuchergruppen im Dokumentenhaus der KZ-Gedenkstätte vorgeführt werden. Damit wird die pädagogische und informierende Arbeit der Gedenkstätte um ein attraktives Anschauungsmittel bereichert sein. Wir danken Walter Vietzen und seinen Schülern herzlichst für dieses Geschenk, das mit soviel Engagement, Können und Liebe hergestellt worden ist. Außerdem danken wir der Kreissparkasse Südholstein für ihre großzügige Spende, die es uns ermöglicht hat, Videovorführungen im Dokumentenhaus anzubieten.

Jürgen Gill

Pressesprecher des Trägervereins