KZ-Gedenkstätte in gepflegtem Zustand

14.10.2004



ABM-Kräfte brachten die KZ-Gedenkstätte in Springhirsch in diesem Sommer in einen sehr ansehnlichen Zustand. Marco Ahlrichs, Michael Bauscher und Nico Finnern, letzterer allerdings erst seit Anfang September, haben ganze Arbeit geleistet. In diesen Tagen laufen die Verträge ab, die der Trägerverein mit der VHS-Kaltenkirchen geschlossen hatte. Deshalb wird es jetzt Zeit, Bilanz zu ziehen und zurückzuschauen.

Im Frühjahr 2004 nach einem Winter, der einige Übergriffe auf die Gedenkstätte von vermutlich rechtsradikaler Seite gebracht hatte, befand sich die Gedenkstätte in einem wenig ansehnlichen Zustand. Der Innenzaun um die Fundamentreste der ehemaligen Sanitärbaracke war niedergerissen und provisorisch wieder aufgerichtet worden. Die Rundwege waren von der Kräuterschicht des Waldes überwuchert, in Schlaglöchern sammelte sich das Wasser und auch die Fläche südlich des Dokumentenhauses verlangte eine neue Gestaltung. Außerdem erschienen die Barackeneingrenzungen, die für Besucher die Umrisse der ehemaligen KZ-Baracken deutlich machen sollen, erneuerungsbedürftig. Da kam das Angebot von Rainer Nordmann, Vorsitzender der VHS- Kaltenkirchen, gerade recht, der Gedenkstätte ABM-Kräfte zur Verfügung zu stellen. Es gab viel zu tun. Natürlich war damit auch der Vorstand des Trägervereins gefordert. Denn es ging darum, die ABM-Kräfte zu betreuen, anzuleiten und ihre Leistung anzuerkennen. Das erforderte den täglichen Besuch der Gedenkstätte. Jürgen Fock und Jürgen Gill übernahmen diese Aufgabe.

Der neue InnenzaunJetzt befindet sich durch die Arbeit der ABM-Kräfte die Gedenkstätte nicht nur in einem ausgezeichneten Pflegezustand, sondern in einem sichtbaren Erneuerungszustand. Die Wege wurden befestigt und teilweise neu gestaltet, Platten gelegt, die Barackeneingrenzungen neu und dauerhaft gestaltet, neue Rasenflächen angelegt, ein Hang an der Ostseite saniert und vor allem das Glanzstück, ein völlig neuer Innenzaun aus dauerhaftem Eichenholz fachmännisch gebaut. Denn einer der ABM-Kräfte, Herrn Marco Ahlrichs, war nicht nur ein ausgezeichneter Zimmermann, sondern sein handwerkliches Können überhaupt, sein Geschick im Umgang mit den Mitarbeitern und seine Vorausschau zahlten sich segenbringend aus. Jetzt kann man sagen, dass die Gedenkstätte vor dem kommenden Winter als endgültig fertig gestaltet anzusehen ist. Die Besucher, die vor einem halben Jahr die Gedenkstätte gesehen haben, werden sie heute kaum wieder erkennen. Der Trägerverein freut sich und ist zutiefst dankbar dafür, die Gedenkeinrichtungen nunmehr in diesem guten Zustand präsentieren zu können.

Mitte November möchte der Trägerverein seiner Dankbarkeit in einer öffentlichen Begehung der Gedenkstätte Ausdruck verleihen. Dabei soll der Öffentlichkeit gezeigt werden, was die ABM-Kräfte geleistet haben und damit ihre Arbeit gewürdigt werden. Zu dieser Veranstaltung wird noch zu gegebener Zeit gesondert eingeladen.

Jürgen Gill
Pressesprecher

 

 

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