ABM-Kräfte brachten die KZ-Gedenkstätte in Springhirsch in diesem Sommer in
einen sehr ansehnlichen Zustand. Marco Ahlrichs, Michael Bauscher und Nico
Finnern, letzterer allerdings erst seit Anfang September, haben ganze Arbeit
geleistet. In diesen Tagen laufen die Verträge ab, die der Trägerverein mit
der VHS-Kaltenkirchen geschlossen hatte. Deshalb wird es jetzt Zeit, Bilanz
zu ziehen und zurückzuschauen.
Im Frühjahr 2004 nach einem Winter, der einige Übergriffe auf die
Gedenkstätte von vermutlich rechtsradikaler Seite gebracht hatte, befand
sich die Gedenkstätte in einem wenig ansehnlichen Zustand. Der Innenzaun um
die Fundamentreste der ehemaligen Sanitärbaracke war niedergerissen und
provisorisch wieder aufgerichtet worden. Die Rundwege waren von der
Kräuterschicht des Waldes überwuchert, in Schlaglöchern sammelte sich das
Wasser und auch die Fläche südlich des Dokumentenhauses verlangte eine neue
Gestaltung. Außerdem erschienen die Barackeneingrenzungen, die für Besucher
die Umrisse der ehemaligen KZ-Baracken deutlich machen sollen,
erneuerungsbedürftig. Da kam das Angebot von Rainer Nordmann, Vorsitzender
der VHS- Kaltenkirchen, gerade recht, der Gedenkstätte ABM-Kräfte zur
Verfügung zu stellen. Es gab viel zu tun. Natürlich war damit auch der
Vorstand des Trägervereins gefordert. Denn es ging darum, die ABM-Kräfte zu
betreuen, anzuleiten und ihre Leistung anzuerkennen. Das erforderte den
täglichen Besuch der Gedenkstätte. Jürgen Fock und Jürgen Gill übernahmen
diese Aufgabe.
Jetzt
befindet sich durch die Arbeit der ABM-Kräfte die Gedenkstätte nicht nur in
einem ausgezeichneten Pflegezustand, sondern in einem sichtbaren
Erneuerungszustand. Die Wege wurden befestigt und teilweise neu gestaltet,
Platten gelegt, die Barackeneingrenzungen neu und dauerhaft gestaltet, neue
Rasenflächen angelegt, ein Hang an der Ostseite saniert und vor allem das
Glanzstück, ein völlig neuer Innenzaun aus dauerhaftem Eichenholz
fachmännisch gebaut. Denn einer der ABM-Kräfte, Herrn Marco Ahlrichs, war
nicht nur ein ausgezeichneter Zimmermann, sondern sein handwerkliches Können
überhaupt, sein Geschick im Umgang mit den Mitarbeitern und seine
Vorausschau zahlten sich segenbringend aus. Jetzt kann man sagen, dass die
Gedenkstätte vor dem kommenden Winter als endgültig fertig gestaltet
anzusehen ist. Die Besucher, die vor einem halben Jahr die Gedenkstätte
gesehen haben, werden sie heute kaum wieder erkennen. Der Trägerverein freut
sich und ist zutiefst dankbar dafür, die Gedenkeinrichtungen nunmehr in
diesem guten Zustand präsentieren zu können.
Mitte November möchte der Trägerverein seiner Dankbarkeit in einer
öffentlichen Begehung der Gedenkstätte Ausdruck verleihen. Dabei soll der
Öffentlichkeit gezeigt werden, was die ABM-Kräfte geleistet haben und damit
ihre Arbeit gewürdigt werden. Zu dieser Veranstaltung wird noch zu gegebener
Zeit gesondert eingeladen.
Jürgen Gill
Pressesprecher