Newsletter
KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 8 vom 20. Februar 2004

 

 

* Termine

* Schändung der Gräberstätte Moorkaten

* Wie soll mit der Grabschändung umgegangen werden?

* Kaltenkirchener Bauhof beseitigt die Schmierereien

* Konzert in der Kaltenkirchener Kirche

 Gespräch mit dem Kaltenkirchener Kirchenvorstand

 Aufsichten im Sommer 2004

* Bilanz 2003

 Fragenkatalog

 Barackeneingrenzung

 „Strafarbeit“

 

 

 

 

Hinweis zur Online-Version dieses Newsletters:
Sofern Ihr E-Mailprogramm die eingefügte Grafik und das Bild nicht anzeigt, können Sie den Newsletter auch im Internet lesen. Für das Betrachten der Online-Version stellen Sie bitte eine Verbindung zum Internet her und klicken dann hier.

 

 

 

1. Termine

a) Am Sonnabend, den 8. Mai, findet die diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Anschließend lädt der Vorstand des Trägervereins zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung zum 8. Mai ein. Die Teilnehmer legen die mit den Namen verstorbener KZ-Häftlinge beschriftete Steine im Gedenkstättengelände an geeigneter Stelle ab. Danach beginnt eine Gedenkwanderung zum ehemaligen „Sterbelager“ (Erweitertes Krankenrevier des Stammlagers X A Schleswig, Zweiglager Heidkaten).

 

b) Die nächste Vorstandssitzung findet ausnahmsweise erst am 29.3.04 statt (Frühjahrsferien).

Seitenanfang

 

2. Schändung der Gräberstätte Moorkaten:

In der Nacht zum 8. Februar haben unbekannte Täter die Gräberstätte Moorkaten mit gelber Wandfarbe geschändet. Sie beschmierten die steinernen Grabkreuze, alle Inschriften und Infotafeln bis zur Unkenntlichkeit. Auf dem Rasen zeichneten sie Hakenkreuze und eine SS-Rune. Es handelte sich um einen gezielten Anschlag. Vertreter des Trägerverein standen getroffen und fassungslos davor.

Seitenanfang

 

3. Wie soll mit der Grabschändung umgegangen werden?

Der Trägerverein war von der Stadt Kaltenkirchen, die für die Gräberstätte zuständig ist, nicht informiert worden. Erst durch eine Notiz, die die Polizei an die Presse gegeben hatte, erfuhr der Trägerverein acht Tage später von der Schändung. Auf Anfrage wurde von der Stadt fernmündlich mitgeteilt, dass man das Interesse der Täter, nämlich eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit zu erreichen, nicht fördern wollte. Der Trägerverein sieht das anders. Es gilt die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, dass rechtsradikale Gruppen aktiv sind, gegen die man gewappnet sein muss. Die Polizei steckte uns, dass sie aus „dunklen Kanälen“ wisse, unsere Gedenkstätte sei ebenfalls gefährdet.

Seitenanfang

 

4. Kaltenkirchener Bauhof beseitigt die Schmierereien:

Am Montag, den 16.2.04, also acht Tage danach begann der Bauhof Kaltenkirchen mit drei Arbeitern in mühevoller Schrubberei die Farbschmierereien zu beseitigen. Die Drei benötigten dafür mehr als einen ganzen Arbeitstag. Vom großen steinernen Hauptkreuz ließ sich die Farbe nur sehr schwer entfernen.

 

Ein Mitarbeiter des Kaltenkirchener Bauhofs beseitigt die Schmierereien

Seitenanfang

 

5. Konzert in der Kaltenkirchener Kirche:

Nachdem bis zum 19.1.04 der Kaltenkirchener Kirchenvorstand mehr als zwei Monate nichts hatte verlauten lassen, beschloss der Trägervereinsvorstand das Konzert des Komponisten Barte Hanssen in Quickborn anzubieten.  Dort signalisierte man rasch Zustimmung. Inzwischen rührte sich Kaltenkirchen, weil über Herrn Probst Block aus Neumünster Druck ausgeübt worden war. Aus unerfindlichen Gründen seien die Briefe des Trägervereins liegengeblieben, hieß es. Man wolle das Konzert in Kaltenkirchen haben.

Seitenanfang

 

6. Gespräch mit dem Kaltenkirchener Kirchenvorstand:

Vertreter des Trägervereins und des Kirchenvorstandes wollen demnächst zu einem klärenden Gespräch zusammenkommen.  Gegenstand des Gesprächs wird das im Frühjahr 2005 geplante Konzert sein. Aber eigentlich geht es um eine Klimaverbesserung. Gegenseitiges Misstrauen, das in einem langjährigen Konflikt begründet zu sein scheint, belastete bisher die Beziehung. Jetzt kann in einer Aussprache über das im nächsten Jahr anstehende Konzert vielleicht die Basis für eine gute zukünftige Zusammenarbeit zwischen Trägerverein und der Kirchengemeinde Kaltenkirchen gelegt werden. In der Konzertfrage muss allerdings Kaltenkirchen auf Quickborn zugehen. Kaltenkirchen ist der Ort, auf den sich in der Hauptsache die Kompositionen, die im Konzert gespielt werden sollen, beziehen. Hier müssten sich die Kirchengemeinden Kaltenkirchen und Quickborn untereinander einigen können.

Seitenanfang

 

7. Aufsichten im Sommer 2004:

Vom 6. April bis Ende September, eventuell bis Ende Oktober, wird das Dokumentenhaus sonntags für Besucher geöffnet sein. Hierfür bekommt der Trägerverein die Aufsichtspersonen zusammen. Um auch am Sonnabend zu öffnen, was sehr wünschendwert wäre, brauchten wir weitere Personen, die sich für die Aufsicht im Dokumentenhaus bereit erklärten. Die das bisher getan haben, sprechen wegen der vielfältigen Gesprächsmöglichkeiten mit den Besuchern und wegen der entspannten Ruhe vor Ort von einer angenehmen Tätigkeit. Anmeldung bei Inga-Martina Toft, Kaltenkirchen. Bitte verwenden Sie hierzu unser Kontaktformular.

Seitenanfang

 

8. Bilanz 2003:

Am 1.1.03 starteten wir mit einem Kontostand von 5 603,34 € ins Jahr und beendeten es am 31.12.03 mit einem Kontostand von 850,46 €. Insgesamt wurden im Jahr 2003  € 23 399 ausgegeben. Die Gesamteinnahmen bezifferten sich auf  €18646,80. Mit den 850 €, die jetzt in der Kasse sind, müssen wir demnächst eine elektrische Pumpe, ein Wasserbecken, ein Bord für den Videobildschirm und Farbe finanzieren.

Seitenanfang

 

9. Fragenkatalog:   

Uta Körby hat den Entwurf eines Fragekataloges zur Vorbereitung von Schülerbesuchen in der Gedenkstätte vorgelegt. Die Vorstandsmitglieder sind aufgefordert, ihn zu ergänzen und zu überarbeiten, damit er in der nächsten Vorstandssitzung abschließend behandelt werden kann. Der Fragenkatalog ist in die Patenschulen zu geben, damit dort die Schüler sich auf den Besuch der Gedenkstätte besser vorbereiten und mit von ihnen ausgewählten Fragen kommen können.

Seitenanfang

 

10. Barackeneingrenzung:    

In den Frühjahrsferien werden die Lattenzäune, die die Lage und Umrisse der ehemaligen Baracken darstellen, erneuert. Das Material dafür ist finanziert und liegt bereit.

Seitenanfang

 

11. „Strafarbeit“:

Zwei Jugendliche arbeiteten unter Aufsicht des Vorsitzenden Gerhard Hoch 10 Stunden in der Gedenkstätte. Sie hatten rechtsorientierte Schmierereien begangen und waren zu dieser therapeutischen Arbeit verurteilt worden. Beide erwiesen sich als liebenswürdig und fleißig. Es besteht der Eindruck, dass sich die beiden Schüler aus Barmstedt von der rechten Szene losgesagt haben.

Seitenanfang

 

Text und Foto: Jürgen Gill

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Trägerverein

 

 

-------------------------------------------------------------------------

Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.

 

Eine Online-Version dieses Newsletters finden Sie hier.

 

Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de

Vorsitzender: Gerhard Hoch

 

Bankverbindung:

Konto: 250 276 20, Kreissparkasse Segeberg (BLZ 230 510 30)

 

E-Mail-Kontakt:

zum Trägerverein: Jürgen Gill unter j-gill@kz-kaltenkirchen.de

zum Webmaster der Homepage: Jörn Wommelsdorff unter j-wommelsdorff@kz-kaltenkirchen.de

 

Abmeldung vom Newsletter:

Sofern Sie sich von dem Newsletter abmelden möchten, senden Sie bitte eine Mail an
abmeldung-newsletter@kz-kaltenkirchen.de

Da wir unseren Newsletter stets verbessern möchten, bitten wir Sie, uns die Gründe für Ihre Abmeldung mitzuteilen.

 

Seitenanfang