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KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 42 vom 1. Juli 2007

 

 

* Luftbilduntersuchung

* „Projekt ZAR“

* Schüler-Elterngruppe von Jürgen Fock

* Außenanlage und neues Haus

* SPD-Ortsverein Kaltenkirchen

 Schulklassen im neuen Haus

 Umberto Piantoni

* Neubestellung des Kataloges

 Aktion

 

 

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1. Luftbilduntersuchung:

 

Die Bundeswehr wird Ende des Jahres 2008 den Truppenübungsplatz östlich und südöstlich unserer Gedenkstätte aufgeben. Sie möchte das Gelände verkaufen. Deshalb hat sie eine Firma beauftragt, alte und neue Luftbilder auszuwerten, um sicher zu sein, dass nicht irgendwo im Boden scharfe Munition und Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg lagern. Im Zuge dieser Luftbilduntersuchung eröffnete sich die Chance, unbekannte Massengräber aufzuspüren. Bestimmte verdächtige Stellen im Gelände wurden schon ermittelt. Denn auf Grund von Aussagen überlebender KZ-Häftlinge müssen wir davon ausgehen, dass es außer dem Massengrab in Moorkaten noch weitere im Gelände der Bundeswehr gibt. Wir bleiben am Ball.

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2. „Projekt ZAR“:

 

Im Rahmen des „Projektes ZAR“ der VHS Kaltenkirchen-Südholstein GmbH arbeiten zwei Arbeiter seit Anfang Juni an der Gedenkstätte. Sie sind mit Pflege- und Verbesserungsarbeiten beschäftigt. Dadurch kann das neue Dokumentenhaus auch unter der Woche für Besucher geöffnet werden. Von Montag bis Freitag, 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr,  stehen die Häuser offen, so dass die Ausstellung besichtigt, Dokumente eingesehen, Bücher und Aufsätze erworben werden können. Diese Regelung gilt bis Anfang Dezember 2007. Natürlich sind die Häuser wie bisher an Sonn- und Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet und das bis Ende Oktober. Beide Arbeiter haben sich bis jetzt als zuverlässig und gewissenhaft erwiesen. Darüber sind wir sehr froh.

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3. Schüler-Elterngruppe von Jürgen Fock:

 

Die neue rollstuhlgerechte Zuwegung für Fußgänger an der Rampe.Die Arbeitsgruppe von Jürgen Fock (wir berichteten) hatte Ende Mai ihren zweiten Arbeitseinsatz an der Gedenkstätte. Neben der Pflege des Geländes und des alten Dokumentenhauses wurden einige Verbesserungen vorgenommen. Z.B. die Zuwegung für Fußgänger an der Rampe wurde erheblich erweitert – rollstuhlgerecht. Die Gedenkstätte präsentiert sich zurzeit in einem hervorragend gepflegten Zustand.

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4. Außenanlage und neues Haus:

 

Der Vorplatz wird mit Gehwegplatten belegt.Vor dem neuen Gebäude wird gerade der Vorplatz mit Gehwegplatten belegt. Endlich werden Besucher auf festem Grund das neue Haus erreichen können. Rollstuhlfahrer können ohne Probleme durch den Eingang ins neue Haus fahren. Außerdem ist eine zweite Straßenlaterne aufgestellt worden, die den Weg vom Parkplatz zu den Häusern ausleuchtet. Eine dritte Laterne soll einmal den Vorplatz erhellen. – Inzwischen ist der Sanitärbereich fertig. Die Toilette kann im neuen Haus benutzt werden. Auch die kleine Küche ist betriebsfertig, das Wasser läuft. Was jetzt noch im Innern anliegt ist: Aufräumen und Gestalten.


 

 

5. SPD-Ortsverein Kaltenkirchen:

 

SPD-Ortverein Kaltenkirchen zu Besuch auf der GedenkstätteEnde Juni unternahm der SPD-Ortverein Kaltenkirchen eine Radtour zur Gedenkstätte. Hier investierte man viel Zeit und informierte sich ausführlich. Denn ursprünglich wollte man durch eigenes Tun die Gedenkstätte bei der Pflege unterstützen. Aber als erkannt wurde, dass sich die KZ-Gedenkstätte in einem ausgezeichneten Zustand befand und Pflegearbeiten nicht nötig waren, nutzte man die so gewonnene Zeit, sich von Jürgen Gill über das Gelände führen und im Versammlungsraum anleiten zu lassen. Zum Schluss kam man überein, dem Trägerverein, weil man doch etwas hatte tun wollen, einen Staubsauger zu stiften. Denn der Teppichboden im neuen Haus hatte gelitten, als die SPD-Gruppe sich einmal fluchtartig vor einem Regenschauer ins Haus retten musste. Ein Staubsauger fehlte, wurde festgestellt. Ein herrliches Exemplar ist zwei Tage später prompt eingetroffen. Manchmal reagiert die SPD schnell und unkompliziert. Wir danken herzlich! 

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6. Schulklassen im neuen Haus:

 

Der neue große VersammlungsraumAuffällig viele Schulklassen besuchten in letzter Zeit die Gedenkstätte. Nun stellt sich das großzügige Raumangebot im neuen Haus als ein Segen heraus. An den Wänden gegenüber der Fensterfront wurden die Wandtafeln der Ausstellung angebracht, die zuvor im alten Dokumentenhaus an einer Wandhalterung aufgehängt waren und dort von Besuchern durchgeblättert werden musste. Nun sitzen die Schüler in dem großen Versammlungsraum und haben die Dokumententafeln stets vor Augen. Anhand der dort erkennbaren Fotos und Dokumente kann der Unterricht sehr anschaulich gestaltet werden. Die Atmosphäre im Raum ist einmalig. Ihr kann sich kein Schüler entziehen – total anders, als je in einem Klassenraum einer Schule möglich wäre.


 

 

7. Umberto Piantoni:

 

Umberto Piantoni Im Katalog der Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Tafel Nr.7 und im Buch von Gerhard Hoch „Zwölf wiedergefundene Jahre, …“ ist das Foto von Umberto Piantoni veröffentlicht. Der Italiener ist in einem Lager in Heidkaten ums Leben gekommen. Es handelt sich dabei um eines jener Internierungslager, die von der Wehrmacht  eingerichtet wurden, um italienische Soldaten, die nicht mehr an der Seite Deutschlands kämpften, zu internieren. In dem Lager in Heidkaten, waren von November 1943 bis Mai 1944 37 italienische Militärinternierte gestorben (Siehe auch Gerhard Hoch: Zwölf wiedergefundene Jahre, … S. 287ff). Nun hat eine befreundete Historikerin ohne Wissen von Dr. Gerhard Hoch den Text des Buches ins Internet gestellt. Diesen entdeckte jüngst der Sohn, Giorgio Piantoni, und nahm sofort Kontakt zu Dr. Gerhard Hoch auf: „Das war eine echt schöne Überraschung: wissen Sie, ich habe nämlich nie meinen Vater kennen gelernt“. Jetzt schickte er die Zeitung „Corriere dell´ Umbria“ vom 11. Juni 2007, die auf einer ganzen Seite (Seite 17) die Geschichte und das Schicksal des Vaters ausführlich darstellt mit Fotos aus Hamburg-Öjendorf und von Umberto Piantoni. Teile des Buches von Dr. Gerhard Hoch werden ins Italienische übersetzt und zitiert. Das Interesse des Trägervereins geht nicht selten über die Geschichte des KZ-Außenlagers Kaltenkirchen hinaus und das ist gut so.

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8. Neubestellung des Kataloges:    

 

Innerhalb von zwei Jahren sind die 300 Exemplare des Kataloges vergriffen. Der von dem Grafiker Wolf Leo, Berlin, gestaltete Katalog muss nun nachgedruckt werden.

Zum Download steht der Katalog hier noch auf unserer Homepage bereit.

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9. Aktion:   

 

Die Bürgermeister derjenigen französischen Ortschaften, aus denen französische Häftlinge stammen, die in Kaltenkirchen gestorben sind, sollen angeschrieben werden. Die Tochter von Richard Tackx, Colette Rey, hat einen Text in französischer Sprache entworfen, einen Brief, in dem die Bürgermeister gebeten werden, Angehörige der Verstorbenen, falls solche noch im Ort zu finden sind, zu nennen und eventuell Kontakte zu uns zu vermitteln. Wir sind gespannt, welche Kontakte noch möglich sind.           

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Text und Fotos: Jürgen Gill

 

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Trägerverein

 

 

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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.

 

Eine Online-Version dieses Newsletters finden Sie hier.

 

Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de

Vorsitzende: Uta Körby

 

Bankverbindung:

Konto: 250 276 20, Kreissparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30)

 

Kontakt:

E-Mail zum Trägerverein (Jürgen Gill) oder zum Webmaster der Homepage (Jörn Wommelsdorff):
Bitte nutzen Sie unser
Kontaktformular auf unserer Homepage http://www.kz-kaltenkirchen.de
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Telefon (mit Anrufbeantworter) im Dokumentenhaus: 04191 / 72 34 28

 

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