Newsletter
KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 41 vom 30. Mai 2007

 

 

* Dank an die Sponsoren

* Beeindruckende Worte des Bürgermeisters Sünwoldt am 6. Mai

* Neuer Vorstand

* Das Dach des neuen Hauses

* Intensivierung der Beziehung zu den Schulen der Umgebung

 Unterrichtsversuch zur zweiten Staatsprüfung

 Besuch von französischen Gästen

* Colette Rey

 FWG-Nützen

 Möbel von Dodenhof

 

 

Eine Online-Version dieses Newsletters finden Sie hier.

 

 

 

1. Dank an die Sponsoren:

 

Sponsoren und Förderer vor dem neuen HausUnter starker Beteiligung der Presse, der Sponsoren, vieler Gäste, Freunde und Mitglieder des Trägervereins wurde der neue Container, unser Schulungs- und Versammlungshaus, am 6. Mai 2007 eingeweiht. Bürgermeister Stefan Sünwoldt, Rüdiger Tebel, Filialleiter der Sparkasse Südholstein in Kaltenkirchen und Matthias Quaritsch von der Flughafengesellschaft Hamburg sprachen Grußworte. Uta Körby moderierte und dankte im Namen des Vorstandes des Trägervereins sehr herzlich den Sponsoren für ihre Unterstützung. Sünwoldt sagte: …mehr Raum für die auch in diesen Tagen so wichtige Gedenkstättenarbeit.“ Tebel: „In unserem Geschäftsbetrieb darf das Unrecht nicht vergessen werden.“ Quaritsch: „Die Gedenkstätte hat eine große Bedeutung im Kampf gegen das Vergessen.“ - Solche Zustimmung, Anerkennung und Akzeptanz in der Region sind das Ergebnis langer und zäher Arbeit insbesondere von Dr. Gerhard Hoch und seinen Mitstreitern. Sponsoren, Spender und Helfer haben ein Projekt verwirklicht, das im konkreten wie im übertragenen Sinne „mehr Raum“ für eine qualifizierte Erinnerungs-, Gedenk- und Informationsarbeit bietet.


2. Beeindruckende Worte des Bürgermeisters Sünwoldt am 6. Mai:

 

Die Bedeutung der Gedenkstättenarbeit für Gegenwart und Zukunft hat der Kaltenkirchener Bürgermeister Stefan Sünwoldt hervorgehoben. Er erinnerte daran, dass die Glaubwürdigkeit der Politik besonders in den Augen der Jugend leide, wenn aus den Vorgängen der Vergangenheit keine Lehren für die Gegenwart gezogen würden. Wenn z.B. „nicht humanitäre Einsätze der Bundeswehr in Afghanistan“ (Tornadoeinsatz) von verantwortlichen Politikern vertreten werden, dann habe er als Bürgermeister das Recht, kritisch dazu Stellung zu nehmen. „Hier steht Glaubwürdigkeit auf dem Spiel und die Frage widerspruchsfreier Demokratievermittlung.“ Wir unterstützen den Bürgermeister in seiner Auffassung. Sich auf die humanitäre Aufbauhilfe in Afghanistan mit zeitlicher Befristung zu konzentrieren und auf jegliche militärische Interventionen zu verzichten, das ist das Gebot der Stunde, weil sonst die afghanische Bevölkerung zwischen Helfern und Besatzern nicht zu unterscheiden vermag.

 

 Seitenanfang

 

3. Neuer Vorstand:

 

Jürgen Wiese wird von Uta Körby mit einem kleinen Geschenk als Dankeschön für seine fast achtjährige Arbeit im Vorstand verabschiedet.Jürgen Wiese ist aus privaten Gründen aus dem Vorstand ausgeschieden. Er bleibt uns weiterhin eng verbunden. Der im vergangenen Winter überraschend verstorbene Schatzmeister Reinhold Krause musste ersetzt werden. Sein Amt hatte Piet Verschragen zunächst kommissarisch verwaltet. Er wurde nun neu zusammen mit Karl Stanek und Manfred Freund in den Vorstand gewählt.

 

Hier der neue Vorstand des Trägervereins – alle einstimmig gewählt:

 

Ehrenvorsitzender:          Dr. Gerhard Hoch, Alveslohe

Vorsitzende:                   Uta Körby, Lutzhorn   - wiedergewählt

Stellvertr. Vorsitzende:    Jürgen Gill, Kaltenkirchen  - wiedergewählt

Schatzmeister:                Piet Verschragen, Kaltenkirchen – neu im Vorstand

Schriftführerin:                Ingrid Schulz-Pankratz, Kaltenkirchen – wiedergewählt

Beisitzerin:                     Inga-Martina Toft, Kaltenkirchen – wiedergewählt

Beisitzer:                        Jürgen Fock, Oersdorf – wiedergewählt

Beisitzer:                        Uwe Czerwonka, Bordesholm – wiedergewählt

Beisitzer:                        Manfred Freund, Kaltenkirchen – neu im Vorstand

Beisitzer:                        Karl Stanek, Kaltenkirchen – neu im Vorstand

Webmaster:                    Jörn Wommelsdorff, Hamburg – bestätigt

Kassenprüfer:                 Ulrich Siefert, Kaltenkirchen – wiedergewählt

 Seitenanfang

 

4. Das Dach des neuen Hauses:

 

Die Schüler der H9 mit ihren Lehrern vor dem neuen HausJetzt ist es fertig, das Dach unseres neuen Hauses. Wer auf der B4 von Norden her kommt, dem fällt unser neues Haus sofort ins Auge. Das ist kein Container mehr, sondern ein schönes Gebäude mit Satteldach und breitem Dachüberstand. Die Fa. Marco Ahlrichs hat zusammen mit mehreren Helfern aus dem Vorstand (viel Eigenleistung reduzierte die Kosten enorm) ein Dach auf das Containergebäude gezaubert, so dass nun ein schmuckes Haus Gäste und Besucher einlädt. Aber nicht nur das Äußere, sondern auch das Innere ist so anziehend gestaltet, dass man gar nicht mehr das alte ehrwürdige Dokumentenhaus, das uns so lange gedient hat, nutzen mag. Die erste Schulklasse, eine H9 der Geschwister-Scholl-Schule aus Kaltenkirchen, hat jüngst das neue Haus erleben dürfen. Schüler und Lehrer sind beeindruckt. Hauptschullehrer Pantel: „Was hier in Eigenleistung entstanden ist, kann nicht genug gewürdigt werden. Unbeschreiblich! Wir danken allen Helfern.“


 

5. Intensivierung der Beziehung zu den Schulen der Umgebung:

 

Das neue Haus muss mit Leben gefüllt werden. Dazu wird es u. a. einen neuen Anstoß zur Intensivierung der Beziehung zu den Schulen in der Region geben. Zu einzelnen Schulen sind die Kontakte jetzt schon ausgezeichnet, so zu Schulen in Barmstedt, Bad Bramstedt und Kaltenkirchen. Trotzdem müssen zu anderen Schulen die Beziehungen durch Ansprache und Besuche ständig aktiviert werden. Dies wollen die Vorstandsmitglieder jeweils in ihrem Wohnort und in ihrem Berufsfeld leisten. Der Vorstand ist in der glücklichen Lage, in seinen Reihen Lehrer und Schulleiter zu haben, die das Feld in Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Barmstedt beackern können. Zu Schulen in Quickborn kann der Kontakt über sehr einflussreiche und aktive Mitglieder des Trägervereins laufen. Erfreuliche Entwicklung: Allein im Juni 2007 haben sich bis jetzt schon 4 Schulklassen angemeldet.

 

 Seitenanfang

 

6. Unterrichtsversuch zur zweiten Staatsprüfung:

 

Demnächst wird eine 9. Gymnasialklasse aus Bad Bramstedt kommen, die von einer Referendarin, Frau Kirsten Höll, begleitet wird. Frau Höll möchte für eine zu entwickelnde Unterrichtseinheit das  KZ-Außenkommando Kaltenkirchen zum Themenschwerpunkt nehmen. Mit der 9. Klasse führt sie den Unterrichtversuch durch. Als Einstieg in die Einheit und zur Motivation für die Schüler hat sie sich zum Besuch der Gedenkstätte angemeldet. Ihre schriftliche Arbeit zur zweiten Staatsprüfung wird über den Ablauf des Unterrichtes und über die dabei gemachten Erfahrungen berichten. 

 Seitenanfang

 

7. Besuch von französischen Gästen:

 

Französische Gäste vor dem neuen Haus.Die französische Sektion der „Amicale Internationale de Neuengamme“, eine Gruppe von ehemaligen französischen KZ-Häftlingen, ihren Freunden und Verwandten, traf sich wie alljährlich in Neuengamme. Auch in diesem Jahr statteten die französischen Gäste der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen einen Besuch ab. Die Gruppe, etwa 40 Personen, war nachmittags mit dem Bus aus Neuengamme gekommen. Zuerst legte man an der Gräberstätte Moorkaten einen Kranz nieder. Dort begrüßte sie der stellvertretende Bürgermeister von Kaltenkirchen, Karl-Heinz Richter. Danach verbrachten die Franzosen viel Zeit an der KZ-Gedenkstätte in Springhirsch. Die Gespräche vor den Schautafeln im neuen Haus und während des Rundganges waren geprägt von enormem Interesse und großer Anerkennung. Immer wieder drückten die Gäste den ehrenamtlich Tätigen ihren aufmunternden Dank aus. Als Spende hinterließen sie eine nicht unerhebliche Summe.


8. Colette Rey:    

 

Dr. Gerhard Hoch, Frau Brunhilde Gimpel und Frau Colette Rey vor dem alten Wohnhaus.Ende Mai besucht Colette Rey, Tochter von Richard Tackx, zusammen mit ihrem Mann Kaltenkirchen. Uta Körby und Jürgen Gill werden sich um das Ehepaar aus Frankreich kümmern. Beide Gäste statteten schon letztes Jahr der Gedenkstätte einen Besuch ab. Wie werden sie die Veränderungen hier erleben? Das neue Haus ist fertig!  - Auch diesmal ist wieder ein Besuch bei Frau Gimpel geplant, in deren Haus noch heute die Deckenvertäfelung zu bewundern ist, die der KZ-Häftling Richard Tackx, Colettes Vater, angefertigt hat.

9. FWG-Nützen:   

 

Uta Körby mit Frau Uta Wermbke und weiteren ehemaligen Mitgliedern der FWG vor dem neuen Haus.Eine Freie-Wähler-Gemeinschaft in Nützen löste sich auf. Sie spendete den Inhalt ihrer Kasse dem Trägerverein. Am 24. Mai übergab Frau Uta Wermbke, ehemalige Vorsitzende der Wählergemeinschaft, dem Trägerverein einen Betrag von 350 €. Der Trägerverein wertete den Vorgang als ein weiteres Zeugnis dafür, wie gut die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in der Region verankert ist. Uta Körby sprach im Namen des Vorstandes ihren herzlichen Dank aus.


10. Möbel von Dodenhof:   

 

Nun ist es entschieden: Tische, Stühle und Stehpult liefert uns Dodenhof zu einem günstigen Preis (fast 50%iger Preisnachlass). Das neue Haus wird somit zukünftig, auch was die Ausstattung angeht, auf einer höheren Qualitätsstufe Gedenkarbeit möglich machen.

 Seitenanfang

 

Text und Fotos: Jürgen Gill

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Trägerverein

 

 

-------------------------------------------------------------------------

Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.

 

Eine Online-Version dieses Newsletters finden Sie hier.

 

Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de

Vorsitzende: Uta Körby

 

Bankverbindung:

Konto: 250 276 20, Kreissparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30)

 

Kontakt:

E-Mail zum Trägerverein (Jürgen Gill) oder zum Webmaster der Homepage (Jörn Wommelsdorff):
Bitte nutzen Sie unser
Kontaktformular auf unserer Homepage http://www.kz-kaltenkirchen.de
oder antworten Sie einfach auf die Absenderadresse dieses Newsletters.

 

Telefon (mit Anrufbeantworter) im Dokumentenhaus: 04191 / 72 34 28

 

Änderung Ihrer E-Mailadresse:

Sofern sich Ihre E-Mailadresse geändert hat, senden Sie uns bitte hier eine Nachricht per Mail.

 

Abmeldung vom Newsletter:

Sofern Sie sich von dem Newsletter abmelden möchten, stellen Sie bitte eine Verbindung zum Internet her und klicken dann hier.

Auf der dann erscheinenden Internetseite (http://www.kz-kaltenkirchen.de/newsletter-abmeldung) können Sie sich vom Newsletter abmelden.
Da wir unseren Newsletter stets verbessern möchten, bitten wir Sie, uns die Gründe für Ihre Abmeldung mitzuteilen.

 

 Seitenanfang