Newsletter
KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 33 vom 9. September 2006

 

 

* Schilder am Eingang der Gräberstätte für Kriegsgefangene und KZ-Opfer

* Gestattungsvertrag der FHG

* Spendenaufkommen für den zweiten Container

* Viele Besuchergruppen

* Mme. Celos nee´ Canard Bernadett

 Führung am Tag des offenen Denkmals (Sonntag, den 10. September)

 Arbeitskreis

 

 

Eine Online-Version dieses Newsletters finden Sie hier.

 

 

 

1. Schilder am Eingang der Gräberstätte für Kriegsgefangene und KZ-Opfer:

 

Die Beschilderung am Eingang der Gräberstätte Moorkaten mit der korrekten Namensnennung „Gräberstätte für Kriegsgefangene und KZ-Opfer“ hat nunmehr ihre endgültige Gestalt erhalten. Der Bauausschuss der Stadt Kaltenkirchen hatte einstimmig den notwendigen Korrekturen zugestimmt, die der Trägerverein vorgeschlagen hatte. Jetzt wurden von der Stadt Kaltenkirchen die entsprechenden Schilder montiert.


 

Aber die steinerne Tafel von 1978 mit der irreführenden Bezeichnung „Kriegsgräberstätte“ blieb wegen ihrer historischen Bedeutung erhalten. Sie bekam durch eine ergänzende Hinweistafel eine entsprechende Erklärung. Direkt neben der steinernen Tafel wurde folgender Text angebracht:

 

„Die Tafel von 1978 mit der irreführenden Bezeichnung „Kriegsgräberstätte“ soll erhalten bleiben als Erinnerung an eine Nachkriegsgesellschaft, die vergessen wollte. Die Tafel soll mahnen, die Opfer niemals wieder aus den Augen zu verlieren“

 

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2. Gestattungsvertrag der FHG:

Der Flughafengesellschaft gehört der Grund, auf dem sich die Gedenkstätte befindet. Die bisherige Zusammenarbeit mit ihr verlief immer problemlos. Die Gedenkstätte entwickelte sich mit ihrer Duldung ohne Konflikte. Aber irgendwann würde man natürlich nicht um eine juristische Klärung des Verhältnisses zwischen dem Trägerverein als Nutzer und der FHG als Grundeigentümer herum kommen. Nun wurde ein erster Entwurf eines Gestattungsvertrages vorlegt, in dem noch einige wichtige Punkte strittig und zu klären waren. Weitere Kontakte wurden diesbezüglich verabredet. Übrigens: Die FHG hat dem Trägerverein 2 500 € als Spende für den zweiten Container zugesagt. Das spricht für das gute Verhältnis zwischen beiden.

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3. Spendenaufkommen für den zweiten Container:

Seit unserem Spendenaufruf Ende April dieses Jahres sind bis Ende August fast 4 000 € für den zweiten Container gespendet worden. Von den Privatspendern seien hier einige beispielhaft genannt: Marianne Stapelfeld 300 €, Hauke Diekmann 300 €, Martin Mrowka 200 €,  Silke Freudenthal 150 €, Jürgen Koppelin 100 €. Außerdem haben Kommunen und Kirchengemeinden gespendet: Bad Bramstedt 500 €, ev. luth. Kirchengemeinde Bad Bramstedt 300 €, Kirchenkreis Neumünster 100 €. Die Zusagen namhafter Beträge der Städte Quickborn und Kaltenkirchen für 2007 sind in dem oben genannten Spendenaufkommen nicht enthalten. Wir danken allen Spendern sehr herzlich. Die Zuversicht wächst, dass noch in diesem Jahr der Container zumindest aufgestellt und dann 2007 ausgebaut werden kann. Der Vorstand prüft gerade ein viel versprechendes Angebot.

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4. Viele Besuchergruppen:

Ende August und Anfang September haben sich wieder viele Besuchergruppen zu Führungen angemeldet: Am 28./29.08  150 Marinerekruten  – Am 9.09. eine Männergruppe aus Kaltenkirchen unter Leitung von Pastor Scholz – Am 12.09. polnische Austauschschüler aus Pinneberg unter der Leitung von Uwe Amthor. Frau Daschke, unsere Bürokraft im Dokumentenhaus unter der Woche, führt seit dem Beginn ihrer Tätigkeit Anfang Mai eine genaue Statistik der Besucherzahlen. Danach bewegen sich die Besucherzahlen stets über 200 Besucher pro Monat, vom heißen Ferienmonat Juli abgesehen, in dem etwa 170 Personen gezählt worden waren.. Wenn die 150 Marinerekruten für den August 2006 dazukommen, dann wird der August zum Rekordmonat, was die Besucherzahlen angeht.

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5. Mme. Celos nee´ Canard Bernadett:

In diesen Tagen hat Mme. Celos Fotos und einen Lebensbericht geschickt. Sie ist die Tochter des am 9. März im Kaltenkirchener Außenkommando verstorbenen KZ-Häftlings Henri Canard. Der Lebensbericht beschreibt das kurze Leben ihres Vaters Henri Canard. Das Material reicht für eine kleine Ausstellung im Dokumentenhaus. In der Vitrine, in der das Schicksal des Niederländers Arie Roders  ausgestellt ist, lässt sich noch Platz schaffen für die Lebensdarstellung von Henri Canard. Weitere Darstellungen einzelner Schicksale von KZ-Häftlingen in Kaltenkirchen ließen sich gestalten, wenn im Dokumentenhaus mehr Platz wäre. Unsere Hoffnungen richten sich auf den geplanten zweiten Container.

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6. Tag des offenen Denkmals:

Am Sonntag, den 10. September laden wir die Öffentlichkeit wieder zu einer Führung in die KZ-Gedenkstätte ein. Mehrere Vorstandsmitglieder werden ab 14.00 Uhr Besucher betreuen, ihnen den Film „Vergessene Lager“ zeigen, ihnen die Ausstellung erläutern, sie über das Gelände führen und die einzelnen Stationen erklären. Wir hoffen auf regen Zuspruch.

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7. Arbeitskreis:

Der Arbeitskreis des Trägervereins hat sich am 18.August zu seiner dritten Sitzung getroffen. Die Thesen von Prof. Danker über die Zukunft der Gedenkstättenarbeit hatten im Mittelpunkt der Diskussion gestanden. Über die Fragen „Was machen wir schon jetzt?“ und „Was wollen wir?“ ständig zu reflektieren, stellte sich als ein notwendiger Prozess dafür heraus, auch zukünftig erfolgreiche Gedenkstättenarbeit leisten zu können. Da wir vor der Anschaffung eines zweiten größeren Containers stehen, gilt es vorher zu klären, wie und in welchem Umfang wir zusätzlichen Raum mit Leben füllen und sinnvoll nutzen wollen. Sind wir überhaupt zur inhaltlichen Ausfüllung der erweiterten Kapazitäten gerüstet und haben wir die Kräfte dafür? Die Frage: „Wie groß wollen und können wir werden?“ ist nicht nur räumlich oder materiell, sondern auch geistig zu stellen. Der Arbeitskreis verabredete sich für den 22. Sept. zu seiner nächsten Sitzung.     

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Text und Fotos: Jürgen Gill

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Trägerverein

 

 

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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.

 

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Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de

Vorsitzende: Uta Körby

 

Bankverbindung:

Konto: 250 276 20, Kreissparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30)

 

Kontakt:

E-Mail zum Trägerverein (Jürgen Gill) oder zum Webmaster der Homepage (Jörn Wommelsdorff):
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