Newsletter
KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 32 vom 17. Juli 2006

 

 

* Prof. Danker

* Arbeitsgruppe des Trägervereins

* Schilder am Eingang der Gräberstätte für Kriegsgefangene und KZ-Opfer

* Dokumentenhaus

* Vorbereitung des Geländes

 Finanzierung des zweiten Containers

 Besucher der Gedenkstätte

 

 

Eine Online-Version dieses Newsletters finden Sie hier.

 

 

 

1. Prof. Danker:

 

Thesen zur zukünftigen Gedenkstättenarbeit in Schleswig-Holstein: Am 8. Juni referierte Prof. Dr. Uwe Danker, u. a. Vorsitzender der Bürgerstiftung schleswig-holsteinische Gedenkstätten, in Kaltenkirchen. Sein Vortrag zeigte die Richtung auf, in die sich die Gedenkstättenarbeit entwickeln muss, wenn sie zukünftig förderwürdig bleiben soll. Drei gesellschaftliche Erwartungen an Gedenkstätten seien zukunftsträchtig:

      a. Die Gedenkstätte als Ort des Gedenkens, um Opfer ihre Würde wiederzugeben. 

      b. Die Gedenkstätte als Ort affektiver Erfahrung der NS-Gewalt.

      c. Die Gedenkstätte als Ort kognitiver Aneignungsprozesse von geschichtlichem     

          Wissen und historischen Zusammenhängen.

Dabei sollte sich nach seinen Worten die Gedenkstättenarbeit weiter professionalisieren, d.h. orts-spezifische Konzepte entwickeln - fachlich, pädagogisch, methodisch und medial sich modernisieren - ein landesweites, integriertes Konzept erarbeiten - und  sich museales Handwerkzeug aneignen, damit die Gedenkstätten sich auf dem Museumsmarkt behaupten können. Prof. Danker bescheinigte der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen auf dem richtigen Weg zu sein.

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2. Arbeitsgruppe des Trägervereins:

 

Am 18.08.06 wird sich die Arbeitsgruppe wieder treffen, um die Thesen von Prof. Danker zu diskutieren und durch sie herausgefordert, eigene Konzepte für die Gedenkstättenarbeit der Zukunft zu entwickeln. Uta Körby, die Vorsitzende des Trägervereins, erklärte, dass sich die Arbeit der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen angesichts der Thesen von Prof. Danker voll bestätigt sehen könne. Hierbei hob sie besonders die Bemühungen des Trägervereins auf eine landesweite Vernetzung  der Arbeit hervor, mit der die Gedenkstätte in Springhirsch auf Anerkennung gestoßen sei. Auch die öffentliche Akzeptanz der Gedenkstätte in der Region und ihre regionale Einbindung in die hiesige Schullandschaft habe volles Lob erhalten. Und mit den pädagogischen Anstrengungen der Arbeit ginge man in die richtige Richtung, betonte sie.  

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3. Schilder am Eingang der Gräberstätte für Kriegsgefangene und KZ-Opfer:

 

Die steinerne Tafel am Eingang der Gräberstätte Moorkaten noch ohne die beschlossene Ergänzung  Der Bauausschuss der Stadt Kaltenkirchen beschloss in seiner letzten Sitzung einstimmig, dem Antrag des Trägervereins in vollem Umfange zu entsprechen. Die Schilder der Standortverwaltung der Bundeswehr am Eingang mit der irreführenden Namensnennung „Kriegsgräberstätte“ werden ersetzt durch ein Schild mit der korrekten Bezeichnung: „Gräberstätte für Kriegsgefangene und KZ-Opfer“. Die steinerne Tafel aus dem Jahr 1978 im Eingangsbereich mit der Aufschrift „Kriegsgräberstätte“  soll jedoch als historisches Dokument erhalten bleiben und mit einem Zusatzschild versehen werden, das folgende Aufschrift trägt:

 

Die Tafel von 1978 mit der irreführenden Bezeichnung „Kriegsgräberstätte“ soll erhalten bleiben als Erinnerung an eine Nachkriegsgesellschaft, die vergessen wollte. Die Tafel soll mahnen, die Opfer niemals wieder aus den Augen zu verlieren.

 

Das ist bemerkenswert und einmalig. Hier erhält zum ersten Mal die deutsche Nachkriegsgeschichte der Verdrängung  ein Denkmal.

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4. Dokumentenhaus:

 

Frau Daschke, unsere Aufsichtsperson unter der Woche im Dokumentenhaus, erwies sich als zuverlässige und wertvolle Bürokraft. Sie ist  wochentags von 9.00 bis 17.00 Uhr für die Ordnung und Sauberkeit und für die Betreuung der Besucher im Dokumentenhaus zuständig. Jürgen Gill, der sie in ihre Arbeit eingewiesen hat, kann sich gut vorstellen, dass der Vorstand mit ihrer Hilfe die innere Neugestaltung des Dokumentenhauses vornimmt, die anliegt, wenn der zweite Container als Schulungs- und Versammlungsraum zur Verfügung steht. Dass dann  Ausstellungen und Vitrinenpräsentationen im Dokumentenhaus ein neues, professionelleres Gesicht bekommen müssen, ist selbstverständlich.

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5. Vorbereitung des Geländes:

 

Das nördlich angrenzende Gelände mit dem planierten Abschnitt, auf dem der zweite Container seinen Platz finden sollDas nördlich an das bisherige Gedenkstättengelände angrenzende Gebiet, war, wie schon berichtet, dankenswerterweise von der Flughafengesellschaft zur Verfügung gestellt worden.

 

Nun hat inzwischen die Fa. Fock das Gelände für die Aufstellung des zweiten Containers so vorbereitet, dass die Installation jeden Tag beginnen könnte. Die Fläche, auf die der Container platziert werden soll, ist entsprechend planiert und befestigt worden. Fa. Fock betrachtet ihre Leistung als Spende. Wir danken recht herzlich dafür.


 

6. Finanzierung des zweiten Containers:

 

Die Finanzierung des zweiten Container befindet sich auf der Zielstrecke. Die Summe, die noch fehlt, lässt hoffen, dass das Projekt noch in diesem Jahr angegangen werden kann. Wir danken allen Sponsoren und Geldgebern, die hier aus Platzgründen nicht alle genannt werden können, recht herzlich. Wir werden an geeigneter Stelle und zu gegebener Zeit alle Helfer nennen und ihnen gebührend danken.

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7. Besucher der Gedenkstätte:

 

Da Frau Daschke akribisch alle Besucher erfasst und dokumentiert, werden wir am Ende des Jahres eine verlässliche Statistik der Besucherzahlen 2006 erheben können. Für die nächste absehbare Zeit haben sich wieder viele verschiedene Besuchergruppen angekündigt: Pfadfinderinnen aus Kaltenkirchen, Marinerekruten aus Plön, Austauschschüler aus Polen, eine Männergruppe der ev. luth. Kirchengemeinde aus Kaltenkirchen und eine Fortbildungsgruppe der VHS- Kaltenkirchen. Auch die Zahl der Einzelbesucher hat sich erhöht, seitdem Frau Daschke unter der Woche im Dokumentenhaus Aufsicht führt.

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Text und Fotos: Jürgen Gill

 

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Trägerverein

 

 

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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.

 

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Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de

Vorsitzende: Uta Körby

 

Bankverbindung:

Konto: 250 276 20, Kreissparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30)

 

Kontakt:

E-Mail zum Trägerverein (Jürgen Gill) oder zum Webmaster der Homepage (Jörn Wommelsdorff):
Bitte nutzen Sie unser
Kontaktformular auf unserer Homepage http://www.kz-kaltenkirchen.de
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Telefon (mit Anrufbeantworter) im Dokumentenhaus: 04191 / 72 34 28

 

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