Newsletter
KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 30 vom 30. April 2006

 

 

* Quickborn unterstützt den Trägerverein

* Colette Rey, Tochter von Richard Tackx

* Flughafengesellschaft lässt einen Wald pflanzen

* Obstbäume auf der Fläche um den zweiten Container

* Pflanzaktion Knick

 Ein-Euro-Job

 Aufsichten

* Jahreshauptversammlung 2006

 

 

Eine Online-Version dieses Newsletters finden Sie hier.

 

 

 

1. Quickborn unterstützt den Trägerverein:

 

Der Kulturausschuss der Stadt Quickborn hat Ende April einstimmig beschlossen, dem Trägerverein für die Anschaffung eines zweiten größeren Containers 1 000 Euro zukommen zu lassen. Darüber freuen wir uns sehr, einmal, weil diese Zuwendung ein deutliches Signal für die anderen Kommunen in der Region ist, ebenfalls bei der Finanzierung des Schulungs- und Versammlungsraumes zu helfen und zum anderen, weil damit auch die Mehrheitsfraktion in Quickborn, die CDU, die mahnende, informierende, erinnernde und pädagogische Funktion der Gedenkstätte würdigt und anerkennt.

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2. Colette Rey, Tochter von Richard Tackx:

 

Dr. Gerhard Hoch zusammen mit Colette ReyEin herrlich sonniger und warmer Frühlingstag bildete den Rahmen des Besuches von Colette Rey, der Tochter von Richard Tackx, ihr Ehemann und ein befreundetes Ehepaar aus Frankreich an der Gedenkstätte. Die französischen Gäste wurden von Dr. Gerhard Hoch, Jürgen Gill und am Nachmittag auch von Uta Körby betreut. Den ganzen Tag wandelte Colette Rey auf den Spuren ihres Vaters, der als KZ-Häftling in Kaltenkirchen eine herausragende Bedeutung hatte. Richard Tackx leitete als Funktionshäftling das Beerdigungskommando, sorgte illegal dafür, dass später über 68 Verstorbene identifiziert werden konnten und ließ noch im Mai 1945 in Moorkaten Holzkreuze aufstellen, wodurch heute die Gräberstätte bekannt ist und würdig gepflegt werden kann. Colette Rey wanderte unter Anleitung der Vorstandsmitglieder genau auf dem Weg, den damals das Beerdigungskommando ihres Vaters genommen hatte. Am Nachmittag unternahm sie stolz einen Spaziergang durch die Richard-Tackx-Straße in Kaltenkirchen und besuchte am Schluss Frau Brunhilde Gimpel, die Richard Tackx als KZ-Häftling erlebt hatte, der als Tischler aus dem Lager angefordert worden war, ihre Decke im Haus zu täfeln. Dabei hatte sie, damals junge Frau, ihn und andere Häftlinge mit Nahrungsmitteln versorgen können. Frau Gimpel zu Colette: „Sie sind ihrem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten.“

 

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3. Flughafengesellschaft lässt einen Wald pflanzen:

 

Direkt nördlich, angrenzend an das Gelände der Gedenkstätte, wurde Ende April ein Eichen-Buchen-Mischwald gepflanzt. Die Flughafengesellschaft, die auch Eigentümerin des Gedenkstättengeländes ist, wollte in der groß angelegten Aktion ein Zeichen ihrer Verantwortung für die Natur setzen. Trotzdem bleibt bis 2015 auf dem ausgedehnten Gebiet westlich der B4 die Option für den Bau des Großflughafens Kaltenkirchen bestehen.

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4. Obstbäume auf der Fläche um den zweiten Container:

 

Die Flughafengesellschaft hatte während ihrer Baumpflanzaktion signalisiert, dem Trägerverein einige Obstbaumsetzlinge kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dafür danken wir herzlich. Auf dem frei geschobenen Platz um den späteren zweiten Container herum befindet sich genügend Raum für die Pflanzung.

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5. Pflanzaktion Knick:

 

Winteraufnahme des Platzes für den zweiten Container mit dem zu bepflanzenden KnickwallDurch die Bereitstellung der Fläche für den zweiten Container ist ein Wall entstanden, der als Knick bepflanzt werden muss. Jürgen Fock will Anfang Mai mit Schülern die Bepflanzung vornehmen.

 

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6. Ein-Euro-Job:

 

Seit Anfang März arbeitet, vermittelt durch die VHS-Kaltenkirchen, eine Ein-Euro-Kraft auf der Gedenkstätte. Anfangs herrschten derart schlechte Wetterbedingungen, dass der Arbeiter beurlaubt wurde. Später fehlte er wegen Krankheit und aus anderen Gründen so oft, dass die Stamm- und Astreste der Durchforstungsaktion Ende Februar auf dem Gedenkstättengelände bis heute nicht völlig beseitigt werden konnten. Deshalb wollen am Sonntag, den 30.04.06 um 10.00 Uhr, einige Vorstandsmitglieder und Freunde  selber Hand anlegen. Wir hoffen, dass sich viele beteiligen werden, um so bald wie möglich das Gedenkstättengelände in einem würdigen Zustand den Besuchern präsentieren zu können.

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7. Aufsichten:

 

Die Sonn- und Feiertagsaufsichten sind seit Ostern wieder angelaufen. So werden wir bis Ende Oktober an allen Sonntagen und Feiertagen von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr das Dokumentenhaus mit einer Aufsicht besetzen können.

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8. Jahreshauptversammlung 2006:    

 

Jürgen Gill, Uta Körby, Dr.Gerhard Hoch, Colette Rey, Gerling Martin, Herr Rey und Herr Martin

Dr. Hoch nimmt ein Geschenk für den Vorstand des Trägervereins entgegen, mit dem Colette Rey ihre Dankbarkeit an den Verein bekundet, der das Andenken an ihren Vater so eindrucksvoll bewahrt hat.
Zur Jahreshauptversammlung 2006 ist eingeladen worden. Sie findet am Sonntag, den 7. Mai, um 11.00 Uhr im Dokumentenhaus der Gedenkstätte statt. Nicht nur die Mitglieder des Trägervereins, sondern auch Freunde und Gäste sind herzlich willkommen, weil der Trägerverein und seine Förderer auf zehn Jahre Entwicklung der Gedenkstätte zurück blicken können. Denn genau vor zehn Jahren, 1996, nahm die Idee einer Gedenkstätte mit dem Freibaggern der Fundamentreste der Latrinen- und Waschbaracke erste Gestalt an. Personen der ersten Stunde, wie z.B. Oliver Gemballa und Maren Grimm, werden zu der Jahreshauptversammlung erwartet.

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Text und Fotos: Jürgen Gill

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Trägerverein

 

 

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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.

 

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Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de

Vorsitzende: Uta Körby

 

Bankverbindung:

Konto: 250 276 20, Kreissparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30)

 

Kontakt:

E-Mail zum Trägerverein (Jürgen Gill) oder zum Webmaster der Homepage (Jörn Wommelsdorff):
Bitte nutzen Sie unser
Kontaktformular auf unserer Homepage http://www.kz-kaltenkirchen.de
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Telefon (mit Anrufbeantworter) im Dokumentenhaus: 04191 / 72 34 28

 

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