Newsletter
KZ-Gedenkstätte
Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 27 vom 21. Januar 2006
Beziehung
zur Kaltenkirchener Kirchengemeinde
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29.01.2006
Gedenkveranstaltung am Sonntag, den 29. Januar: Anlässlich des 27. Januars, dem Tag der Befreiung von Auschwitz, lädt der Trägerverein die Bürger zu einer Gedenkveranstaltung am Sonntag, den 29. Januar, um 11.00 Uhr in die KZ-Gedenkstätte ein. Dr. h.c. Gerhard Hoch referiert über das Thema: „Wie wurden aus normalen Menschen `Täter`?“ Der Kaltenkirchener Bürgermeister Sünwoldt und der Kreispräsident des Kreises Segeberg, Winfried Zylka, werden Grußworte sprechen. Danach wird zunächst eine Führung über das Außengelände stattfinden. Anschließend soll über die B4 hinüber zur ehemaligen Wald- und Gartenstadt Springhirsch gegangen werden. Hier lebten während der Existenz des KZ-Außenkommandos zahlreiche Menschen, meistens Frauen und Kinder, die das Lagerleben nebenan beobachteten. Reste der Wald- und Gartenstadt Springhirsch stehen heute noch, so dass sich die Besucher eine lebhafte Vorstellung von der damaligen Situation machen können.
08.03.2006
Besuch von Soldaten der Marineunteroffiziersschule Plön am 8.03.06: Kapitänleutnant Kempter hat für Mittwoch, den 8. März um 14.00 Uhr wieder den Besuch mit seinen Rekruten und Zeitsoldaten an der KZ-Gedenkstätte angemeldet. Der letzte Besuch am 1. Dezember des vergangenen Jahres hat offenbar eine Tradition begründet. Zukünftig wird die Information über die Geschichte des KZ-Außenlagers Kaltenkirchen fest in den Ausbildungsgang der jungen Soldaten integriert. Darüber freuen wir uns und bedanken uns bei Herrn Kapitänleutnant Holger Kempter für sein Engagement.
März / April 2006
Im März oder April 2006: Wir wollen unseren Mitgliedern die Möglichkeit bieten, andere Gedenkstätten in Schleswig-Holstein kennen zu lernen. Als erstes denken wir an die Gedenkstätte Ahrensbök, zu der wir eine gute Beziehung pflegen. Eine Tagesexkursion dorthin in Verbindung mit dem Besuch der Ostseeküste bei Neustadt (Cap Arkona) soll für das zeitige Frühjahr vorbereitet werden. Der genaue Termin und nähere Umstände werden im nächsten Newsletter veröffentlicht.
07.05.2006
Die Mitgliederversammlung 2006 wird für den 7. Mai, 11.00 Uhr in Springhirsch geplant. An diesem Tag können wir auf die zehnjährige Entwicklung der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen zurückblicken. Denn im Frühjahr und Sommer 1996 waren die Fundamentreste der Wasch- und Latrinenbaracke freigelegt worden. Seitdem begann sich die Gedenkstätte langsam Zug um Zug zu entwickeln, deren Ausbau bis heute weit gediehen, aber mit dem angestrebten zweiten Container zur Schaffung eines Versammlungs- und Schulungsraumes noch nicht abgeschlossen ist.
2. Beziehung zur Kaltenkirchener Kirchengemeinde:
Die Beziehung zum Kirchenvorstand der ev. Luth. Kirchengemeinde in Kaltenkirchen ist auf einem ausgezeichneten Weg. Es wurde eine zukünftige enge Zusammenarbeit mit den Pastoren, auch der neuen jungen Pastorin Frau Martina Dittkrist, vereinbart. An der Amtseinführung der jungen Pastorin nahmen Vorstandsmitglieder des Trägervereins teil. Im Jahre 2006 erwarten wir den Besuch des Kirchenvorstandes an der Gedenkstätte. Im November des vergangenen Jahres hatte die Kaltenkirchener Kirchengemeinde, die Mitglied im Trägerverein ist, der KZ-Gedenkstätte eine namhafte Kollekte zukommen lassen. Zu unseren Veranstaltungen wollen wir die Pastoren persönlich und schriftlich einladen.
3. Zusammenarbeit mit Schulen:
Die Arbeitsgruppe des Trägervereins, die sich mit dem Paradigmenwechsel in der Gedenkkultur beschäftigt, will sich in ihrer nächsten Sitzung vornehmlich mit didaktischen und methodischen Fragen und einer Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Schulen beschäftigen. Noch im Januar wird uns eine Abitursklasse aus Norderstedt besuchen. Außerdem wird demnächst eine Fachschaftskonferenz der Geschwister-Scholl-Schule aus Kaltenkirchen im Dokumentenhaus stattfinden. Wir meinen, das ist ein guter Auftakt zu Beginn des neuen Jahres. In dem zentralen Punkt unserer Arbeit, nämlich die Jugend mit unserem „Lernort der Geschichte“ zu konfrontieren, kommen wir einen guten Schritt weiter.
Nachfolgend ein Eindruck von der Weite des winterlichen Truppenübungsplatzes in unmittelbarer Nachbarschaft zur Gedenkstätte in Springhirsch. Hier befand sich während des Zweiten Weltkrieges die Start- und Landebahn des Militärflugplatzes Kaltenkirchen, an der die KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen gearbeitet haben. Bis zum Jahr 2008 will die Bundeswehr ihren Übungsplatz aufgeben.

Text und Foto: Jürgen Gill
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Trägerverein
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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.
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Vorsitzende: Uta Körby
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