Newsletter
KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 20 vom 29. April 2005

 

 

* 1.   Veranstaltungen und bevorstehende Ereignisse

* 2.   Nachlese zurückliegender Ereignisse

* 3.   Rundweg um Innenzaun

* 4.   Finanzlage

* 5.   Hausmeister und Aufsicht

 6.   Aufsichten an Sonn- und Feiertagen

 7.   Hinweis auf die Jahreshauptversammlung

 

 

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1.        Veranstaltungen und bevorstehende Ereignisse:

 

a) Roger Remond:

Roger RemondDer Zeitzeuge und ehemalige KZ-Häftling im Außenlager Kaltenkirchen, Roger Remond, besucht im Rahmen einer Busreise Norddeutschland und wird mit seiner Familie am Do., d. 5.05.05, vormittags ab 8.30 Uhr für eine gute Stunde in Kaltenkirchen erwartet. Wir hoffen, ihn und seine Familie dazu bewegen zu können, den Tag in Kaltenkirchen zu verbringen, also die Busfahrt für einen Tag zu unterbrechen. Wir freuen uns darauf, ihm die Fortschritte der Gedenkstätte zeigen zu können, ihm, der 1995 zuletzt in Kaltenkirchen gewesen war, als sich die Gedenkeinrichtungen in den allerersten Anfängen befunden hatten.


 

Mordstelle in der Feldmark Kampenb) Fahrradtour zum Gedenken:
In den Abendstunden des 3. Mai 1945, zwei Tage vor Eintreffen der Engländer in Kaltenkirchen, ermordete eine durchziehende SS-Einheit in Kampen/Nützen ohne ersichtlichen Anlass zehn serbische Zwangsarbeiter. Zum Gedenken an diese Opfer organisiert der Trägerverein eine Radtour am 8. Mai von Nützen über Kampen nach Kaltenkirchen. Man trifft sich mit dem Fahrrad um 11.00 Uhr auf dem AKN-Bahnhof in Nützen, wo Dr. Gerhard Hoch über die damaligen Ereignisse berichten wird, fährt anschließend zu den Orten des Geschehens und beschließt die Tour an der Gräberstätte auf dem Kaltenkirchener Friedhof, wo die zehn ermordeten Serben ihre letzte Ruhestätten gefunden haben.


 

c) Prof. Dr. Werner Angress:
Der in Berlin 1920 geborene Werner Angress floh 1937 mit seiner Familie vor den Nazis nach Holland. Zwei Jahre später wanderte er ohne seine Familie als 19-Jähriger nach Amerika aus und ging dort in die Armee. Als amerikanischer Soldat nahm er gegen Deutschland am Zweiten Weltkrieg teil und gehörte zu der amerikanischen Einheit, die Anfang Mai 1945 das KZ-Auffanglager Wöbbelin befreite.  Er fand 1945 Mutter und Brüder lebend in Amsterdam und erfuhr, dass sein Vater von den Nazis in Auschwitz ermordet worden war. Nach dem Kriege machte er in Amerika eine Universitätskarriere als Professor für Geschichte. Heute lebt er in seiner Geburtstadt Berlin. Prof. Dr. Werner Angress kommt am 12.05. und am 13.05 nach Kaltenkirchen, bzw. nach Barmstedt, um in beiden Städten mit Schülern als Zeitzeuge zu sprechen. Am 12. Mai um 19.00 Uhr im Kaminzimmer des Bürgerhauses Kaltenkirchen liest er aus seinem neuesten Buch und stellt sich den Fragen der Bürger. Der Trägerverein lädt herzlich zu diesem Kamingespräch ein.

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2.        Nachlese zurückliegender Ereignisse:

 

a) Das Kirchenkonzert am 16.04.05:

Musikalisch war das Konzert des Komponisten und Organisten Hartwig Barte-Hanssen ein einmaliges Erlebnis. Die künstlerische Qualität der Musik, des Ensembles und der Solisten war von hohem Rang. Enttäuschend war allerdings, dass der Kirchenvorstand Kaltenkirchen und seine Pastoren mit Ausnahme des sehr engagierten Martin Götz-Schuirmann die Chance ungenutzt verstreichen ließen, endlich in aufarbeitendem Kontakt mit der eigenen Geschichte zu kommen. Die beiden Kaltenkirchener Pastoren ließen sich wegen dringender anderer Verpflichtungen entschuldigen, obwohl das Konzert seit mehr als einem Jahr in Vorbereitung war. Propst Block hatte in seiner begleitenden Rede deutlich bekennende Worte gefunden, so auch der Pastor Martin Götz-Schuirmann in seiner Begrüßungsrede. Trotzdem waren sich hinterher Vertreter des Trägervereins einig darüber, dass überstarke Worte mit gut gemeinter pastoraler Betonung eine Gefahr darstellen können, bei Zuhörern Überdruss zu erzeugen. Für die Erinnerungs- und Gedenkarbeit ist daraus zu lernen, dass man informativer, konkreter und vor allem zurückhaltender mit verurteilenden und wertenden Begriffen zu Werke gehen muss.

 

b) Besuch der Angehörigen von Arie Roders:

Die Nichte, Henny Blom-Roders und der Neffe, Rene Roders und ihr familiärer Anhang fühlten sich durch uns gut betreut. Es herrschte immer eine freundschaftliche Atmosphäre während der Besuche in der Gräberstätte Moorkaten und in der KZ-Gedenkstätte in Springhirsch. Es fanden interessante Gespräche statt. Rene Roders notierte sich die Namen in Kaltenkirchen verstorbener Niederländer, die er auf den beschrifteten Feldsteinen fand und versprach – wenn möglich - , die Familien in Holland ausfindig zu machen. Man war gerührt und sehr dankbar dafür zu sehen, was der Trägerverein bisher alles zur Erinnerung an ihren Onkel, Arie Roders, unternommen hat.      

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3.        Rundweg um Innenzaun:

Die Fa. Fock hat den Rundweg um den Innenzaun durch Randsteinbegrenzung und Aufschüttung neu gestaltet. Das Herzstück der Gedenkstätte, nämlich der Bereich der Fundamentruinen erscheint nun in gepflegter und ansehnlicher Gestalt.

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4.        Finanzlage:  

Wegen des Antrages nach Brüssel zur Finanzierung eines zweiten Containers als Schulungsraum gestaltet sich die Finanzlage des Trägervereins in diesem Jahr  recht schwierig. Denn die Bürgerstiftung als Mitfinanziererin des Containers wird deshalb eine institutionelle Förderung für das laufende Jahr nicht gewähren. Sollte der Antrag in Brüssel abgelehnt werden, eine Entscheidung, die uns spätestens im Juni 2005 erreichen soll, wurde uns allerdings von der Bürgerstiftung eine Umwidmung auf institutionelle Förderung zugesagt. Bis dahin und bei Zusage aus Brüssel bis zum Ende des Jahres müssen alle  Kosten für Veranstaltungen und für Unterhalt und Pflege der Gedenkstätte aus Spenden bestritten werden. Die Mitgliedsbeiträge werden schon von den laufenden Kosten wie Telefon, Strom, Kopierer, WC-Anlage, Sicherheitsanlage usw. aufgezehrt.

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5.        Hausmeister und Aufsicht:

Von der VHS-Kaltenkirchen geschickt, stellte sich uns ein junger Mann vor, der ab dem 3. Mai bis Ende September als Aufsicht im Dokumentenhaus und als Hausmeister im Gelände der Gedenkstätte zur Pflege und zum Unterhalt der Einrichtungen zur Verfügung stehen will. Er ist bereit, von dienstags bis freitags seinen Dienst zu tun.

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6.        Aufsichten an Sonn- und Feiertagen:

Pressemitteilungen, Briefe an Seniorenbeiräte und persönliche Gespräche haben Erfolg gehabt. Inga-Martina Toft konnte ihren Aufsichtsplan (April – Oktober) bis auf ganz wenige Lücken füllen. Jürgen Gill oder Dr. Gerhard Hoch werden jeweils den Aufsichtspersonen vor Dienstantritt das Dokumentenhaus aufschließen. Die Schlüssel für die Sicherheitsanlage müssen auf die Vorstandsmitglieder beschränkt bleiben. Ohne vorhergehende Entschärfung der Anlage darf die Tür zum Dokumentenhaus auf keinen Fall geöffnet werden, weil dann der Alarm losgeht.

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7.        Hinweis auf die Jahreshauptversammlung:

Die Jahreshauptversammlung ist auf den 19. Juni 2005 gelegt worden, 11.00 Uhr in Springhirsch. Es geht u.a. um die Neuwahl des Vorstandes.

 

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Text und Fotos: Jürgen Gill

 

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Trägerverein

 

 

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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.

 

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Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de

Vorsitzender: Dr. hc. Gerhard Hoch

 

Bankverbindung:

Konto: 250 276 20, Kreissparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30)

 

Kontakt:

E-Mail zum Trägerverein (Jürgen Gill) oder zum Webmaster der Homepage (Jörn Wommelsdorff):
Bitte nutzen Sie unser
Kontaktformular auf unserer Homepage http://www.kz-kaltenkirchen.de
oder antworten Sie einfach auf die Absenderadresse dieses Newsletters.

 

Telefon (mit Anrufbeantworter) im Dokumentenhaus: 04191 / 72 34 28

 

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