Newsletter
KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 19 vom 3. April 2005

 

 

* Gedenkkonzert in der Michaelikirche Kaltenkirchen  

* Dank an Spender

* Aufsicht im Dokumentenhaus I

* Aufsicht im Dokumentenhaus II

* Die Neffen von Arie Roders

 

 

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1. Gedenkkonzert in der Michaelikirche Kaltenkirchen:

Nach langer und arbeitsreicher Vorbereitung und vielen Vorgesprächen rückt nun der Termin des Kirchenkonzerts näher. Am

 

Sonnabend, den 16.April 2005

um 19.00 Uhr beginnt

in der Michaeliskirche Kaltenkirchen

 

das große Gedenkkonzert, das an die dunklen Abschnitte unserer Geschichte hier vor Ort erinnern, der vielen meist namenlosen Opfern gedenken und mit Blick auf eine sichere Zukunft einen Anstoß zur Verarbeitung der Vergangenheit geben will. U.a. werden zwei Kompositionen des international renommierten Komponisten Hartwig Barte-Hanssen, „Monumentum“ und „Auschwitz-Klage“, aufgeführt. Der Komponist selber dirigiert sein Streichorchester. Monumentum erinnert an das KZ-Außenlager Kaltenkirchen, in dem KZ-Häftlinge aus viele europäischen Ländern zu Tode geschunden worden waren. Auschwitz-Klage erinnert an den unseligen ehemaligen Pastor in Kaltenkirchen, Ernst Szymanowski, der später als SS-Mann im besetzten Osten zum Massenmörder geworden war. Eine Stunde vor Konzertbeginn, also um 18.00 Uhr, wird an den Opfergräbern auf dem Kaltenkirchener Friedhof eine Andacht stattfinden. Wer daran teilnehmen möchte, trifft sich auf dem Parkplatz „Heidland“ am Friedhof.

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2. Dank an Spender:

Dem Ensemble des Kirchenkonzerts steht ein Honorar als Aufwandsentschädigung zu. Der Komponist Hartwig Barte-Hanssen verzichtete wegen des Konzertanliegens, nämlich der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, auf jegliches Honorar. Trotzdem sind für das Kirchenkonzert nicht unerhebliche Mittel aufzuwenden. Auf Vermittlung des Kaltenkirchener Bürgermeisters gaben die Stadt Kaltenkirchen und die Raiffeisenbank Kaltenkirchen eine großzügige Spende. Auch die Ev. Luth. Kirchengemeinde Kaltenkirchen beteiligte sich an den Kosten. Wir danken allen Spendern recht herzlich. So kann das Konzert Eintritt frei gehalten werden. Wir erwarten einen hohen Besucherandrang.

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3. Aufsicht im Dokumentenhaus I:

Frau Riebe hat am 31.03.05 ihren Dienst im Dokumentenhaus beendet, weil sie im April ein Praktikum absolvieren muss. Sie hat ihre Aufgabe während des Winters immer pünktlich und zuverlässig, manchmal trotz widriger Witterungsverhältnisse, erfüllt. Mit einem herzlichen Dankeschön und einem Frühlingsblumenstrauß haben wir sie verabschiedet. Mit der VHS-Kaltenkirchen sind wir im Gespräch, noch im April eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu bekommen. Dabei haben wir angeregt, jemanden zu verpflichten, der bereit ist, seinen Dienst von Dienstag bis Sonnabend zu versehen. Aufsicht und kleine Instandhaltungsaufgaben im Gelände sollten kombiniert werden.

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4. Aufsicht im Dokumentenhaus II:

An Sonn- und Feiertagen über das Sommerhalbjahr hinweg das Dokumentenhaus zu besetzen, macht zurzeit Schwierigkeiten. Bisher haben sich zu wenige gemeldet, die jeweils zwischen 11.00 und 17.00 Uhr im Dokumentenhaus Aufsicht zu führen bereit sind. Deshalb haben wir uns an die Senioren und ihre Organisationen im Umkreis der Gedenkstätte gewandt. Wir erhoffen uns von dort eine lebhafte Resonanz. Trotzdem appellieren wir an alle, die uns nahe stehen, uns bei der Besetzung der Aufsichten zu helfen und sich bei uns zu melden. Es handelt sich um eine interessante und im Sommer meist angenehme Aufgabe, die es durchaus zulässt, auch eigene Arbeiten vor Ort zu erledigen.

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5. Die Neffen von Arie Roders:

Die Neffen des in Kaltenkirchen am 2. Januar 1945 verstorbenen KZ-Häftlings Arie Roders haben sich mit familiärem Anhang für das Kirchenkonzert am 16.04.05 angesagt. Darüber freuen wir uns sehr. Sie wollen schon am Freitag, den 15.04., eintreffen und die Gräberstätte Moorkaten aufsuchen. Am Sonntag werden  sie die Gedenkstätte besuchen. Dort werden sie dann im Dokumentenhaus eine kleine Ausstellung in der Vitrine entdecken, die ihrem Onkel Arie Roders gewidmet ist. Arie Roders war 1943 an die Gestapo verraten worden, weil er als Angestellter im Amsterdamer Einwohnermeldeamt die Daten jüdischer Mitbürger zu vernichten suchte, um die jüdischen Menschen vor der Deportation zu bewahren. Für diese Tat, die ihm schließlich das Leben kostete, gebührt ihm höchste Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die Vitrinenausstellung, die wir kürzlich aufgebaut haben, stellt seinen Lebensweg und sein Schicksal für die Besucher des Dokumentenhauses anschaulich dar.     

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Text: Jürgen Gill, Pressesprecher

 

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Trägerverein

 

 

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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.

 

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Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de

Vorsitzender: Dr. hc. Gerhard Hoch

 

Bankverbindung:

Konto: 250 276 20, Kreissparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30)

 

Kontakt:

E-Mail zum Trägerverein (Jürgen Gill) oder zum Webmaster der Homepage (Jörn Wommelsdorff):
Bitte nutzen Sie unser
Kontaktformular auf unserer Homepage http://www.kz-kaltenkirchen.de
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Telefon (mit Anrufbeantworter) im Dokumentenhaus: 04191 / 72 34 28

 

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