Newsletter
KZ-Gedenkstätte
Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 13 vom 19. August 2004
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Schüler des Wahlpflichtkurses 2002 der Realschule Kellinghusen haben unter Leitung ihres Lehrers Walter Vietzen einen Videofilm über das KZ-Außenlager Kaltenkirchen fertiggestellt. Der Vorstand bedankte sich für die hervorragende filmische Leistung. Es wurde beschlossen, den Videofilm einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, um die erstaunliche Arbeit der Schüler zu würdigen. Am 14. Nov. 2004 im Kaltenkirchener Bürgerhaus wird der Film zu sehen sein, der von da an auch im Dokumentenhaus den Besuchern, besonders Schülergruppen, vorgeführt werden kann. Damit wird die pädagogische und informierende Arbeit der Gedenkstätte um ein attraktives Anschauungsmittel bereichert sein.
Die VHS-Kaltenkirchen hat dem Trägerverein vorübergehend bis Ende September eine dritte AMB-Kraft zur Verfügung gestellt. Da bis dahin noch viel Arbeit zu erledigen ist, z.B. muss der Innenzaun endgültig installiert, weitere Wege angelegt und das Gelände von Stubben und Wildkräutern befreit werden, hat der Vorstand das Angebot dankend angenommen.
3. Innenzaun:
Herr Ahlrichs, einer der ABM-Kräfte, hat inzwischen die Pfosten aus Eichenholz zugeschnitten. Somit kann in der nächsten Woche mit dem Installieren des Innenzaunes begonnen werden. Die Eichenpfosten versprechen eine dauerhafte und stabile Lösung.
Die dem Trägerverein vom Amt Kaltenkirchen Land in Rechnung gestellten Müllgebühren sind überwiesen worden. Gleichzeitig hat der Trägerverein das Amt aber gebeten, diese Gebühren zu erlassen. Nach langem Hin und Her soll nun ein zuständiger Ausschuss des Amtes die Angelegenheit behandeln. Wir hoffen auf eine positive Entscheidung.
5. Thomas Köppl:
Mit großer Freude hat der Trägerverein zur Kenntnis genommen, dass der neue Quickborner Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) persönliches Mitglied im Trägerverein geworden ist.
Richard Tackx war ein französischer Häftling im KZ-Außenlager Kaltenkirchen, der überlebt hatte. Er führte damals im Lager das Beerdigungskommando. Ihm gelang es, vielen französischen Verstorbenen eine Erkennungsmarke mit ins Massengrab zu geben, und zwar verbotenerweise. Damit konnten 1951 unter seiner Anleitung über 60 Tote in ihre Heimat überführt werden. Jetzt meldete sich überraschend ein Enkel von Richard Tackx aus Amerika, der Sohn einer Tochter aus erster Ehe. Er hatte in der Homepage des Trägervereins den Namen seines Großvaters entdeckt und bei uns nachgefragt. Inzwischen besteht ein reger und erfreulicher Gedankenaustausch. Er will im nächsten Jahr Deutschland bereisen und die Gedenkstätte aufsuchen. Wir freuen uns sehr auf diesen Besuch und sind gespannt.
Der Professor Friedhelm Boll will in Kaltenkirchen aus seinem Buch vorlesen lassen und hat dafür den Schauspieler Karl-Hermann von Hassel gewinnen können. Das Buch: „Sprechen als Last und Befreiung“ handelt von der Schwierigkeit von Holokaust-Überlebenden, über ihre Erlebnisse in den Konzentrationslagern zu sprechen. Der grauenhafte Alltag in den Lagern lässt sich mit Worten nicht so beschreiben, dass Zuhörer auch nur annähernd einen korrekten Eindruck davon erhalten. Der Sprechende muss zu Symbolen und Bildern greifen, um das Unvorstellbare vorstellbar zu machen. Der Schauspieler von Hassel ist dem Publikum aus dem Fernsehen als Kommissar Brinkmann bekannt. Die Veranstaltung wird am 14. September 2004 um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Kaltenkirchen stattfinden. Da der Schauspieler und der Autor auf ein Honorar verzichten, kann der Eintritt frei gehalten werden. Über eine Spende der Besucher würde sich der Trägerverein allerdings freuen.
Text: Jürgen Gill
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Trägerverein
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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.
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Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de
Vorsitzender: Gerhard Hoch
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