Newsletter
KZ-Gedenkstätte
Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 59 vom 19. Juli 2009
Spenden
und Dank an die Sponsoren
„Quickborn
zwischen Krieg und Frieden“
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1. Männerfrühstück:
Im Gemeindehaus gegenüber der Michaeliskirche in Kaltenkirchen las Jürgen Gill aus seinem Buch „Der lange Winter in Springhirsch“. Eingeladen hatten ihn Herr Kühn und Herr Prell von der Männergruppe der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Kalten-kirchen.
Die Männergruppe trifft sich jeden ersten Sonnabend im Monat traditionell zum Männerfrühstück mit Programm. 20 sehr interessierte Teilnehmer waren gekom-men. Sie stellten viele Fragen zum ehemaligen KZ-Außenkommando Kalten-kirchen und insbesondere zu dem über 30-jährigen Schweigen der Nachkriegs-gesellschaft. Zwei der Anwesenden sind nach dem Krieg in Springhirsch aufgewachsen und hatten dort eine glückliche Kindheit erlebt. Über die Geschichte der ehemaligen KZ-Baracken, in denen sie wohnten, wurden sie von ihren Eltern nicht aufgeklärt.
Dass nunmehr in der Kirchengemeinde Kaltenkirchen der offene Dialog über die NS-Vergangenheit und über die Verstrickungen der eigenen Kirche begonnen hat, stimmt den Trägerverein froh. So waren sich alle Teilnehmer des evangelischen Männerfrühstücks einig, dass die Aufklärungsarbeit des Träger-vereins besonders für die Jugend wichtig ist und von der Kirche unterstützt und gefördert wird. Die Männergruppe erklärte, dass sie in absehbarer Zeit die Gedenkstätte erneut besuchen wolle.
Es ist schon Tradition, dass einmal im Jahr der Vorstand des Trägerverein einen Ausflug zu einem „Zufallsziel“ in Schleswig-Holstein unternimmt. Dazu wird immer ein verdientes Mitglied des Vorstandes von den übrigen Vorstands-mitgliedern privat eingeladen. Der Ausflug soll das Zusammenge-hörigkeitsgefühl und das Betriebsklima im Vorstand fördern.
Diesmal wurden gleich zwei Personen geehrt.
Einmal Uta Körby, die Vorsitzende! Sie durfte auch das Ziel auslosen. Sie und ihr Mann werden eingeladen, weil es der Vorsitzenden durch ihren engagierten Einsatz gelungen ist, das „Schiff“ Gedenkstätte im letzten Jahr durch „schwierige“ Gewässer sicher zu lenken. Damit will der Vorstand ihr seine dankende Anerkennung ausdrücken. Zum anderen Jörn Wommelsdorff, der Webmaster des Trägervereins. Er und seine Lebensgefährtin werden einge-laden, weil er seit Jahren den Newsletter und die Homepage des Trägervereins so attraktiv gestaltete, dass jeder in SH, der es möchte, über die neuesten Aktivitäten des Trägervereins gut informiert ist.

Im ersten Halbjahr, also von Januar bis Juni, haben nachweislich 2156 Personen die Gedenkstätte besucht.
Im letzten Jahr hatten die Zahlen im ersten Halbjahr bei 1460 gelegen. Der deutliche Anstieg in diesem Jahr erklärt sich unzweifelhaft mit den erweiterten Öffnungszeiten der Gedenkstätte, die wir unserem Angestellten, Herrn Thomas Saretzki, zu verdanken haben, der auch an den Sonnabenden Dienst tat. Sein erklärtes Jahresziel von 3500 Besuchern dürfte also 2009 weit überschritten werden.
Trotzdem haben wir veranlasst, dass er ab sofort an Samstagen seinen Dienst erst nach 12.00 Uhr beginnt, weil an diesen Vormittagen kaum Besucher zu erwarten sind. Entsprechend verändern sich die in der Homepage nachzulesenden Öffnungszeiten (siehe dort unter „Besucherinformationen“).
4. Spenden und Dank an die Sponsoren:
Auf der letzten Vorstandssitzung hat unser Kassenwart, Piet Verschragen, die augenblickliche Kassenlage des Trägervereins als günstig dargestellt, so dass die seit langem geplante Projekte jetzt in Angriff genommen werden können. Diese günstige Situation verdankt der Trägerverein großzügigen Spendern und Förderern, denen der Vorstand nicht nur mit ihrer Erwähnung in diesem Newsletter, sondern auch in einer besonderen Veranstaltung danken möchte.
In diesem Zusammenhang spricht der Vorstand ausdrücklich all denen seinen herzlichen Dank aus, die es mit ihrer Spende für das Projekt „Öffnungszeiten“ ermöglicht haben, dass Thomas Saretzki zunächst einmal für 12 Monate eingestellt werden konnte.
Der Vorstand wird die Sponsoren zu einer öffentlichen Vorstellung der geförderten Projekte einladen. Das soll dann geschehen, wenn diese fertig gestellt sind, möglicherweise im Spätherbst 2009. An dieser Stelle seien aber schon folgende Förderer und Großspender hervorgehoben, denen der Vorstand besonders danken möchte:
• Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten
• Stiftung Sparkasse Südholstein
• Christian-Albrecht-Universität Kiel (Prof. Dr. K.H. Pohl)
• Flughafengesellschaft Hamburg (FHG)
• Stadt Kaltenkirchen
• Viele Kirchengemeinden in der Umgebung (Kollekten)
• Stiftung Holocaust-Museum
• Rotary Bad Bramstedt
Wenn das
zeitlich und finanziell größte Projekt, nämlich die Einfassung des großen
Rundweges mit Basaltgestein und seine Befestigung – ähnlich der schon
bestehenden Zuwegung zum Drehstein-, fertig gestellt ist, sollen die Sponsoren
zu der oben angekündigten Dankveranstaltung eingeladen werden.
5. Sommerwiese:

Um das Versammlungshaus herum hat sich eine blühende Sommerwiese in aller Schönheit entwickelt. Nach dem Ausstreuen von verschiedenen Kräuter- und Blumensamen im letzten Jahr zeigt sich in diesem Sommer die bunteste Blütenvielfalt.
Dieses farbige und freundliche Bild einer ungezügelten und undisziplinierten Natur ist hier keineswegs unangebracht. Die vielen Toten, die wir an dieser Stelle beklagen, sind auch Opfer einer Ordnungswut, der bunte Vielfalt und kreative Freiheit des Geistes ein Gräuel war. Nationalsozialistische Barbarei vertrieb und zertrat die besten Blüten deutscher Kultur und Wissenschaft. Sie hinterließ eine Wüste.
„Quickborn zwischen Krieg und Frieden“: Unter diesem Titel leitete Peter Gudelius, Mitglied im Trägerverein, eine Veranstaltungsreihe der VHS Quickborn.
Thematischer Schwerpunkt war der Umgang mit der NS-Vergangenheit in der Nachkriegszeit und der Stand der Aufarbeitung in der Gegenwart. Uta Körby war eingeladen worden, auf der Abschlussveranstaltung exemplarisch über die Situation in Kaltenkirchen zu berichten. Eine weitere Referentin, Cornelia Rühlig, informierte über die bewegende Zusammenarbeit mit Über-lebenden des KZ Natzweiler-Struthof. In der hessischen Außenstelle Walldorf mussten 1944/45 die Häftlinge Start- und Landebahnen des Flughafen Frankfurts für den Düsenjäger Me 262 verlängern.
Hierin liegt die Parallele zu dem KZ-Außenkommando Kaltenkirchen. Der Film „Die Rollbahn“ von Malte Rauch dokumentiert diese weitgehend unbe-kannte Geschichte des Frankfurter Flughafens.
Weitere Informationen über die beispiel-hafte Arbeit der
Gedenkstätte in Mör-felden-Walldorf unter
Text und Fotos: Jürgen Gill
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Trägerverein
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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.
Eine Online-Version dieses Newsletters finden Sie hier.
Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de
Vorsitzende: Uta Körby
Bankverbindung:
Konto: 250 276 20, Sparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30)
Kontakt:
E-Mail zum Trägerverein
(Jürgen Gill) oder zum Webmaster der Homepage (Jörn Wommelsdorff):
Bitte nutzen Sie unser Kontaktformular auf unserer Homepage http://www.kz-kaltenkirchen.de
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