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KZ-Gedenkstätte
Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 58 vom 17. Mai 2009
Veranstaltung mit Pilotcharakter: Workshop
am 8. Mai in Springhirsch
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1. Veranstaltung mit Pilotcharakter: Workshop am 8. Mai in Springhirsch:
Studenten und Studentinnen der Uni Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. K.H. Pohl stellten ihre Arbeitsergebnisse nach einem Jahr der Zusammenarbeit mit dem Trägerverein der Öffentlichkeit vor. An die 90 Teilnehmer - Studenten, Lehrer und Schüler - verfolgten mit Interesse die Ausführungen. Unser Ausstellungsraum erwies sich bereits als zu klein, um eine so große Besucherzahl aufzunehmen!
Unter den Teilnehmern waren auch Karin Penno-Burmeister von der Gedenkstätte Ladelund und Dr. Detlef Garbe, der Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der das Projekt zusammen mit Prof. Pohl angeregt hatte. Diese besondere Verbindung zwischen Universität und Praxis wurde auch von der überregionalen Presse registriert und mit einem groß aufgemachten Artikel gewürdigt.
Zu verschiedenen Bereichen haben die Studenten Vorschläge zur Erweiterung der Ausstellung erarbeitet. Ihre Aufgabe, die Geschichte des Außenkommandos Kaltenkirchen und den Schrecken des Lageralltags vor allem für junge Leute begreifbar zu machen, haben sie überzeugend gelöst. Zum 8. Mai konnten bereits einige ihrer Vorschläge umgesetzt und der Öffentlichkeit vorgestellt werden:
Markus
Kretschmer stellte als Sprecher der
Gruppe „Außengestaltung“ 7 Infoschilder vor, die knapp, dennoch deutlich,
immer eine Personendarstellung im Mittelpunkt über besondere Schicksale im
ehemaligen Lager informieren. Sie stehen an geeigneter Stelle nunmehr am
Rundweg und informieren die Besucher.
Solveig Grebe,
Verfasserin der „Hörtexte“, erklärte die Intention der drei Texte, die
jeweils einen Tagesablauf im ehemaligen Lager aus der Sicht der
Beteiligten (sowohl der Opfer als auch der Täter) darstellen. Die fiktiven Texte sind so angelegt, dass sie die Vorstellungskraft anregen, ohne eine simple
Schwarz-Weiß-Zeichnung von Tätern und Opfern vorzunehmen: Ein methodischer
Schritt, der besonders junge Zuhörer ansprechen soll.
2. Projekt „Ham´se mal ´ne Mark“:
Beim
Aufräumen oder beim Frühjahrsputz finden sich unvermutet alte D-Mark-Beträge in
Scheinen oder Münzen. Wohin damit? Wegen Kleckerbeträgen extra nach Hamburg zur
Bundesbank-Filiale fahren? An der Gedenkstätte in Springhirsch sammeln wir bis
Ende des Jahres alte D-Mark-Bestände ein. Wenn genügend zusammengekommen ist,
bringen wir die Summe nach Hamburg und tauschen sie gegen Euro ein und
kassieren sozusagen eine „Spende durch die Hintertür“. Größere D-Mark-Beträge
holen wir gerne persönlich ab. Die Gedenkstätte ist täglich zwischen 10.00 und 16.00 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten steht ein Spendenkasten bereit. Piet Verschragen, Kassenwart des Trägervereins, hatte diese zündende Idee.
3. Jahreshauptversammlung 2009:
Die Landrätin des Kreises
Segeberg, Jutta Hartwieg, sprach anerkennende Grußworte. Der für den erkrankten
Bürgermeister eingesprungene stellvertretende Bürgermeister der Stadt
Kaltenkirchen, Eberhard Bohn, hob in seinem Grußwort besonders die Bedeutung
ehrenamtlicher Tätigkeit hervor. Beide dankten dem bisherigen Vorstand für
seine so erfolgreiche Arbeit und wünschten weiterhin Erfolg für die Zukunft. Uta Körby, die Vorsitzende des Trägervereins, gab einen umfassenden Jahresbericht ab, in dem
sie auf die besonderen Höhepunkte und Erfolge des Berichtsjahres 2008 hinwies:
„Der lange Winter in Springhirsch“: Unter
diesem Titel erschien im September 2008 im Wachholtz-Verlag eine
Neubearbeitung des vergriffenen Buches von Dr. Gerhard Hoch: „Hauptort der
Verbannung“. Jürgen Gill erweiterte die Darstellung des damaligen
KZ-Außenkommandos Kaltenkirchen um die Geschichte der Entwicklung einer
Gedenkstätte am authentischen Ort. Er formulierte deren zentrale Aufgabe:
Junge Leute durch Aufklärung über Vergangenes sensibel zu machen zur Wahrnehmung
von Tendenzen der Gegenwart, die in eine inhumane Richtung weisen, damit
sie sich gegen sie wehren und engagieren können.4. Neuer Vorstand gewählt:
Nach der Satzung des Trägervereins muss der Vorstand im Zweijahresrhythmus gewählt werden, so auch wieder auf der diesjährigen Mitgliederversammlung am 10. Mai 2009. Zwei der bisherigen Beisitzer kandidierten aus beruflichen und persönlichen Gründen nicht wieder. Uta Körby dankte Inga-Martina Toft und Manfred Freund für ihre bisherige engagierte Mitarbeit. Dafür stellten sich Jan Drümmer und Ulrich Siefert als neue Beisitzer zur Wahl. Sie wurden ohne Gegenstimme gewählt. Alle übrigen Vorstandsmitglieder wurden ebenfalls einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Uta Körby zeigte sich am Ende zufrieden über den gelungenen Verlauf der Jahreshauptversammlung und drückte ihre Freude auf die zukünftige Zusammenarbeit im neuen Vorstand aus.

Der neue Vorstand (von links nach rechts):
Dr. Gerhard Hoch (Ehrenvorsitzender), Uwe Czerwonka (Beisitzer), Ingrid
Schulz-Pankratz (Schriftführerin), Jürgen Gill (Stellvertretender
Vorsitzender), Uta Körby (Vorsitzende), Jürgen Fock (Beisitzer), Karl Stanek
(Beisitzer), Ulrich Siefert (neuer Beisitzer), Piet Verschragen (Kassenwart),
Jan Drümmer (neuer Beisitzer), Jörn Wommelsdorff (Webmaster).
Text: Jürgen Gill und Uta Körby
Fotos: Jürgen Gill
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Trägerverein
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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.
Eine Online-Version dieses Newsletters finden Sie hier.
Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de
Vorsitzende: Uta Körby
Bankverbindung:
Konto: 250 276 20, Sparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30)
Kontakt:
E-Mail zum Trägerverein
(Jürgen Gill) oder zum Webmaster der Homepage (Jörn Wommelsdorff):
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