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KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch
Nr. 54 vom 7. November 2008

 

 

* Termine im November und Dezember

* Eine interessante Entdeckung

* Ein zweiter Mann an der Gedenkstätte

* Öffnungszeiten im Winterhalbjahr

 

 

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1. Termine im November und Dezember:        

 

9. November – Beginn der Novemberpogrome 1938: 

Vor genau 70 Jahren in der Nacht vom 9. auf den 10. Nov. 1938 waren jüdische Mitbürger, ihr Eigentum und ihre Einrichtungen schutzlos einer Meute von Zerstörern ausgeliefert. Polizei und Feuerwehren sahen - wie die meisten deutschen Mitbürger und Nachbarn- dem zerstörerischen Treiben tatenlos zu. Ein zivilisiertes Land wie Deutschland, eine bis dahin in der Welt hoch geachtete Kulturnation war sichtlich in Barbarei und Rechtlosigkeit verfallen.

 

Der Trägerverein will am Sonntag, den 9. Nov., ab 11.00 Uhr  in einem „Tag der Offenen Tür“ daran erinnern. Um 11.00 Uhr, um 13.00 Uhr und um 15.00 Uhr werden auf Wunsch von Besuchern der Film „Vergessene Lager“ gezeigt, Vorstandsmitglieder bieten Führungen an und stehen für Fragen zur Verfügung. Der Trägerverein freut sich auf viele Besucher und auf intensive Gespräche.

 

 

16. November – Volkstrauertag:

 

Die Strecke der Wanderung von der Gedenkstätte (im Norden an der B4) zur Gräberstätte Moorkaten und zur Hinrichtungsstätte Fred Göttner (an der L210).Der Trägerverein bietet der Öffentlichkeit wie in den Vorjahren am Volkstrauertrag, dem 16.11.2008, eine Gedenkwanderung von Springhirsch nach Moorkaten an. Um 14.00 Uhr treffen sich die Teilnehmer zu einer kleinen Gedenkfeier an der Gedenkstätte in Springhirsch und wandern anschließend auf vorgezeichnetem Weg durch das Bundeswehrgelände zur Gräberstätte Moorkaten, wo Windlichter abgelegt werden.


 

Hinrichtungsstätte Fred GöttnerAnschließend geht es weiter etwa 300 m zur Hinrichtungsstätte Fred Göttner (Foto rechts). Die Teilnehmer müssen an diesem Nachmittag insgesamt mit einer Zeit von ca. 3 Stunden rechnen. Eine gewisse Änderung gegenüber den Vorjahren hat sich Dr. Gerhard Hoch einfallen lassen, damit die Veranstaltung nicht in einer alljährlichen Routine erstarrt.


 

Führungen verschiedener Gruppen:

 

-          Am 5.11.2008 ist eine Gruppe der VHS-Südholstein angemeldet

-          am 8.11. eine Gruppe der Partei „Die Linke“

-          am 11.11. das Lehrerkollegium einer Schule aus Barmstedt und

-          am 15.11. eine Studentengruppe von Prof. Dr. Pohl von der Uni Kiel und

-          zwischendurch Realschüler aus Kaltenkirchen, die ein bestimmtes Projekt an der Gedenkstätte durchführen

-          dann Konfirmanden aus Quickborn, Termin wird demnächst noch gefunden und

-          schließlich ein soldatischer Offizierslehrgang der Bundeswehr am 17.12.2008, um hier nur die wichtigsten Gruppen zu nennen.

 

Alles dies und mehr ereignet sich innerhalb eines engen Zeitraums vor Weihnachten. Es bestätigt die lebendige Arbeit des Trägervereins, die von ehrenamtlichen Kräften geleistet wird.

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2. Eine interessante Entdeckung:

 

(C) Google EarthThomas Saretzki, unser Mann an der Gedenkstätte, der sich nicht nur als Landschaftsgärtner und Hausmeister versteht, sondern sich inzwischen in die Inhalte und Thematik der Gedenkstättenarbeit mit großem Interesse hineingearbeitet hat, entdeckte auf einer Aufnahme von Google Earth, aufgenommen Anfang Oktober 2008, dass sich die ehemalige Start- und Landebahn des ehemaligen Militärflugplatzes Kaltenkirchen dort in der Vegetation (Wiesen und Wald) noch heute deutlich sichtbar abzeichnet. Wer die Lage der Start- und Landebahn kennt, an der die Häftlinge im Winter 44/45 zu Tode geschunden wurden, kann im Internet die entsprechende neueste Luftaufnahme bei Google Earth aufrufen und selber die Entdeckung machen.


 

Luftfoto der Royal Air Force vom 25.12.1944Eine Hilfe zur Orientierung der damaligen Lage der Start- und Landebahn bietet das Luftfoto der Royal Air Force vom 25.12.1944, das im Buch von Jürgen Gill „Der lange Winter in Springhirsch“, Neumünster 2008, S.18 abgedruckt ist.


 

 

3. Ein zweiter Mann an der Gedenkstätte:

 

Herr Saretzki und Herr AdamUnser Mann an der Gedenkstätte, dessen Arbeit für uns eine enorme Bereicherung darstellt, bekam einen jungen Mann an die Seite gestellt. Herr Rayk Adam gehört dem Projekt POWER XIX der VHS Kaltenkirchen-Südholstein GmbH an. Das ist ein Projekt für junge Erwachsene zum Neu-/Wiedereinstieg in das Berufsleben.

 

Auch mit ihm hat der Trägerverein ein gutes Los gezogen. Zum einen können wir mit ihm im Winterhalbjahr auch an Samstagen die Gedenkstätte für Besucher geöffnet halten und zum anderen hat Herr Adam sich sofort mit großem Interesse in die Inhalte und Ziele der Gedenkstätte eingearbeitet. Er ist inzwischen in der Lage - Herr Thomas Saretzki ohnehin schon länger -, Fragen von Besuchern kompetent zu beantworten. Beide bilden ein gutes, sich gegenseitig ergänzendes Team.


 

 

4. Öffnungszeiten im Winterhalbjahr:

 

An

allen Werktagen (inklusive der Samstage) ist die Gedenkstätte für Besucher

zwischen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr geöffnet.

 

Wir freuen uns, dass interessierte Besucher zu den Öffnungszeiten immer eine kompetente Aufsicht vorfinden, die ihnen gerne Fragen beantwortet und ein offenes Ohr für ihre Anliegen hat.   

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Text und Fotos: Jürgen Gill

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Trägerverein

 

 

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Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch e.V.

 

Eine Online-Version dieses Newsletters finden Sie hier.

 

Homepage der KZ-Gedenkstätte: http://www.kz-kaltenkirchen.de

Vorsitzende: Uta Körby

 

Bankverbindung:

Konto: 250 276 20, Sparkasse Südholstein (BLZ 230 510 30)

 

Kontakt:

E-Mail zum Trägerverein (Jürgen Gill) oder zum Webmaster der Homepage (Jörn Wommelsdorff):
Bitte nutzen Sie unser
Kontaktformular auf unserer Homepage http://www.kz-kaltenkirchen.de
oder antworten Sie einfach auf die Absenderadresse dieses Newsletters.

 

Telefon (mit Anrufbeantworter) im Dokumentenhaus: 04191 / 72 34 28

 

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